Die Macht der Manipulation
Selten konnten wir wie in
der Vergangenheit bis heute verfolgen, wie Medien aller Art versuchen, ein
Meinungsbild zu verbreiten, das an vielen Stellen mit der Wahrheit sowie einer
ausgewogenen Berichterstattung nichts mehr zu tun hat. Angefangen bei Reuters,
über ARD und ZDF, bis hin zum Stern und anderen. Weinende Kinder im Libanon
sind derzeit der Hit des ZDF. An Rande wird vermerkt, das da auch noch ein paar
Raketen auf Israel abgefeuert wurden. Aber in Israel weinen keine Kinder, nicht
wahr?
Ohne es beim Namen zu
nennen erfolgt hier eine Manipulation der konsumierenden Masse – zu ungunsten
Israels. Natürlich, man kann sich
gerade in Bezug auf die Veröffentlichung von Bildern einmal vertun. Aber nur
eine Korrektur vorzunehmen (in dem man das Foto herausnimmt), den Fotograf
rausschmeißt ist zu billig. Mangelnde Einsicht einen Fehler begannen zu haben
ist noch das kleinste Übel. Ist es nicht eine Frage des Anstands und der
Verantwortung anderen gegenüber hier Stärke zu zeigen und einen Fehler einzugestehen?
Natürlich unterliegen
Journalisten bestimmten Gegebenheiten. Sie haben einen Chef vor der Nase dessen
politische Richtung sie meistens ausgesetzt sind, teilweise ist das richtige
Parteibuch von entscheidender Bedeutung, oder können Sie sich einen Journalisten
mit Parteibuch der CDU bei der Jungen Welt vorstellen? Dürfen somit
Journalisten schreiben was sie wollen? Und genau das scheint der eigentliche
Grund dafür zu sein, das Blogger ihr eigener Chef sind. Natürlich ist dies auch
mit Parteibuch möglich, aber Blogger besitzen die Freiheit ihre Gedanken freien
Lauf lassen zu können. Unverschämtheit, oder?
Das Klientel der
Berichterstattung von Blogger'n ist auf dem Markt erschienen, der Konsument
erhält verstärkt die Möglichkeit, sich der einseitigen Berichterstattung der
GEZ-Mafia zu entziehen. Und genau das darf nicht sein.
Also liebe Freunde,
lassen Sie sich nicht für dumm verkaufen. Alle die schon einmal ihre kritische
Stimme gegen Medien erhoben haben, können davon ein Lied singen. Sie bekommen
in den seltensten Fällen eine Antwort
und wenn, dann ist diese meist noch beleidigend. Aber lassen sie nicht nach.
Wie läuft nun die
Manipulation im einzelnen:
Dazu möchten wir einige
Passagen aus den Buch von Peter Hahne
„Die Macht der
Manipulation“
ISBN 3-7751-0895-5
Hänssler-Verlag
zitieren.
Es stammt zwar aus dem
Jahre 1991, hat aber an Aktualität bis heute nichts verloren.
Im Jahre 1992
veröffentlichte das Institut für Medienentwicklung und Kommunikation GmbH in
der Verlagsgruppe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung das Buch „Schlecht
informiert“ – Wie Medien die Wirklichkeit verzerren. Eine Fallsammlung von Gero
Kalt.
ISBN 3-927282-10-3
Als Beispiel möchten wir
Ihnen zur Verfügung stellen, wie die Medien mit dem Thema
„Syriens Präsident Assad
– Ist der Staatsterrorist plötzlich hoffähig“ umgegangen sind.
Bis heute hat sich nichts
geändert, außer das dieser Zustand sich verschlimmert hat.
Manipulation verstehe ich
als Bindung, als Knechtung.
Man sitzt in einer Kette
gefangen. Man ist fasziniert.
Eben gefesselt (lat.:
fascinare). Man sitzt fest, wird
gesteuert und hat keinen
Bewegungsspielraum mehr.
Der eigene Wille ist
gelähmt. »Unser Denken ist enteignet
« (Karl Steinbuch). Der
Mensch als Marionette.
Viele erkennen das heute.
Sie merken, daß man
festsitzt. Sie sehen die
Misere, wollen sich befreien und
werden schnell
ernüchtert: Es geht nicht. Man kommt
nicht heraus aus seinem
Teufelskreis. Die Macht der
Manipulation hat den
heutigen Menschen voll im Griff.
Und deren Kette ist nicht
so ekelerregend verdreckt
wie die des
transatlantischen Kabels. Nein, sie umgarnt
den Menschen mit goldenen
Fäden. Unmerklich, mit
faszinierendem Charme
wird der Mensch eingewickelt.
Solange, bis er sich
nicht mehr frei bewegen kann. Erst ist
es nur Spiel... Dann
sitzt man fest. Gefangen zum Tode
Die
Manipulationsmacht der Massenmedien
Ohne einem Medienmacher
unterstellen zu wollen, er
manipuliere bewußt, ist
die technische Möglichkeit dazu
unübersehbar. Allein die
Existenz der Massenkommunikationsmittel
in fast jedem Haushalt
öffnet der Außensteuerung
Tor und Tür. Denn das
sollte jeder Medienkonsument
wissen: Wer Zeitung,
Hörfunk und Fernsehen
in seinen Gesichtskreis
holt, setzt sich damit - ganz
gleich, wie man den
Inhalt bewertet - einer Beeinflussung
aus. Er öffnet sich einer
Welt, die er meist nicht
mehr kontrollieren und
auf Wahrheit überprüfen kann.
Manipulation ist
eigentlich Desinformation, d. h. bewusste
Fehlinformation. Man sagt
nie die ganze, höchstens
die halbe Wahrheit. Kaum
jemand der heutigen
Massenmarschierer ist -
das belegen repräsentative wie
auch Zufallsumfragen -
imstande, die tatsächlichen Hintergründe
seines
Demonstrationszieles zu erläutern. So
beklagt der Direktor der
Akademie für Politische Bildung
in Tutzing, der
Politologe Prof. Manfred Hättich:
»Viele fahren zu einer
Demonstration, ohne zu wissen,
um was es konkret
überhaupt geht. Hauptsache, man
demonstriert für den
Frieden.« Es ist eine verlogene
Anmaßung, frei gewählten
Parlamenten und ausgewiesenen
Experten von der Straße
her - halb informiert und
voll ideologisiert -
Entscheidungen aufzwingen zu wollen.
Das bedeutet den Tod
einer parlamentarischen
Demokratie
Der Manipulator
verzichtet bewußt auf Detailinformation
und Sachargumentation. Er
lebt von der Emotion
und der Verschleierung
der Tatsachen. Das macht viele
Diskussionen heute so
schwer und unfruchtbar, daß
Leute ihren Mund weit
aufreißen, ohne je vorher ihren
Verstand eingeschaltet zu
haben. Ausgerechnet die, die
biblische Aussagen
»kritisch hinterfragen«, glauben
dann den Fernseh- und
Illustrierteninformationen über
Mittelamerika und
Südafrika aufs Wort. Dummheit ist
immer noch ein guter
Nährboden für Ideologen gewesen.
»Der Verlust historischer
Erfahrungen, im Bann einer
gefährlichen
ideologischen Besessenheit, führt zugleich
zu einer Geringschätzung
jedes Sachverstandes« (Künneth).
Manipulation braucht den
unmündigen Massenmenschen.
Die »Enteignung unseres
Denkens« (Steinbuch)
beginnt mit der
Verschleierung von Tatsachen. Und mit
dem Trick, an bereits
Vorhandenes anzuknüpfen, indem
man es heimlich umdeutet.
Denn dies gehört auch zum
Handwerkszeug
erfolgreicher Manipulation.
Ist der Staatsterrorist plötzlich hoffähig?
Einige
Medien verfolgen, was politisch opportun ist
In Zeiten der Not sucht
man sich seine Freunde nicht aus. Da verbündet
man sich auch mit jenen,
die gestern noch wegen schlimmster
Vergehen angeklagt
wurden. Dies lehrt uns derzeit die Golfkrise. So
kommen sich Iraks
Präsident Saddam Hussein und sein iranischer
Kollege Rafsandschani
nach jahrelangen Beschimpfungen wieder näher.
Auch ein anderer
Staatschef der Region scheint durch den Konflikt
wieder hoffähig zu
werden: Syriens Staatschef Hafis el Assad. Daß sich
westliche Politiker aus
taktischen Überlegungen mit ihm verbünden
müssen, verlangt die
Lage. Was aber überrascht: Auch die Medien
zeichnen derzeit ein
äußerst gemäßigtes Bild von diesem Mann. Sie
folgen dem, was die
Politiker momentan als opportun empfinden.
So widmete die „Süddeutsche
Zeitung" Assad am 20. September 1990
die „Seite 3". Unter
der anerkennenden Überschrift „Der Taktiker wagt
einen
Balanceakt" erscheint der Präsident als respektable
Persönlichkeit.
Er sei der „klügste
Politiker der Region", er „tut nichts, ohne vorher zu
überlegen".
Er ist „vorsichtig", ein „gewiefter Taktiker", der
für „Mäßigung"
eintritt. Die Beispiele
lassen sich beliebig fortsetzen. Nahezu kritiklos
berichten Zeitungen und
Fernsehen derzeit über Assad.
Syrische
Killer in Aachen und Berlin
Ganz anders lasen sich
die Berichte und Kommentare in den letzten
Jahren. So schrieb die „Zeit"
am 7. November 1986: „Der Verfassungsschutz
der Bundesrepublik
kennt den syrischen Präsidenten Hafis el Assad
schon
seit langem als Staatsterroristen. Als nach der blutigen Niederwerfung
der
Moslembrüder 1982 in der Stadt Hama ... der Chef dieser Fundamentalisten-
Organisation
in der Nähe von Aachen ins Exil ging, schickten die Syrer
zweimal
Killerkommandos in die Bundesrepublik."
Und weiter: „Es war
für die deutschen Sicherheitsexperten auch frühzeitig
erwiesen,
daß sowohl der versuchte Bombenanschlag auf die von London aus
startende
El-Al-Maschine wie das Attentat auf die Deutsch-Arabische Gesell-
schaft
im Berliner Stadtteil Kreuzberg auf das Konto syrischen Staatsterrorimus
gehen."
Damaskus - Zuflucht für
Terroristen
Der Nahostexperte und
F.A.Z.-Redakteur Wolfgang Günter Lerch
schrieb am 26. November 1986
in „Die Neue Ärztliche": „Nach Libyen ist
jetzt
das Syrien von Präsident Hafts el Assad ins Gerede gekommen: Viele
Länder,
allen voran die Vereinigten Staaten, werfen Damaskus vor, es unterstütze
den
internationalen Terrorismus. Anlaß dafür sind nicht zuletzt die
Fakten,
die in dem Prozeß gegen den Jordanier Nizar Hindawi in London ans
Tageslicht
gekommen sind ... Der syrisch unterstützte Terror hat im Nahen
Osten
seinen Hauptschauplatz. Aus syrischer Sicht firmiert da vieles als
Befreiungskampf,
was in Wirklichkeit schlichter Mord ist."
Lerch weiter: „In
Damaskus haben nicht nur palästinensische Organisationen
ihren
Sitz, die in Feindschaft zu der PLO Jassir Arafats stehen; auch der
berüchtigte
Terrorist Sabrial Banna mit dem Kampfnamen Abu Nidal unterhält
dort
nach amerikanischen Berichten ein Büro. Das gleiche gilt für die armenische
Terrororganisation
Asala, die überall in der Welt Mordanschläge gegen türkische
Diplomaten
unternommen hat."
Lerch berief sich damals
auf Insider und schrieb: „Fachleute glauben,
Syrien
sei viel stärker in den Terrorismus verwickelt, als das Libyen Gaddafis.
Damaskus
taktiere nur vorsichtiger." In Wirklichkeit sei Assad „Drahtzieher
des
internationalen Terrorismus".
Saddam Hussein: Vom
Vorkämpfer...
Heute ist vom „Staatsterroristen
Assad" kaum mehr die Rede, die
dubiosen Machenschaften
des Syrers werden höchstens einmal in
Nebensätzen angedeutet,
ohne daß der Leser die konkreten Bezüge
wieder herstellen kann.
Es zeigt sich: Viele
Journalisten verlassen sich offenbar gerne auf die
Vorgaben der Politik.
Damit entsteht aber die Gefahr, daß der
Faktenjournalismus einem
gerade genehmen politischen Trend weicht.
Die Berichte über Syriens
Assad machen da keine Ausnahme, sondern
scheinen eher typisch zu
sein.
Das beste Beispiel ist
der irakische Diktator Saddam Hussein. Verfolgt
man die grundsätzliche
Berichterstattung über ihn in den letzten Jah-
ren, so zeigt sich:
Solange er als Kämpfer gegen die Fundamentalisten
um Khomeini im Iran eine
dem Westen eher genehme Rolle spielte,
kam er in unseren Medien
relativ gut weg. Rudolf Augstein machte am
20. August im „Spiegel"
deutlich, warum: „Hat Saddam Hussein nicht acht
Jahre
lang die Blutsäufer des Ajatollah bekämpft?"
...zum größenwahnsinnigen
Diktator
Seit dem Überfall auf
Kuweit sieht dies völlig anders aus. Die Zeitungen
und der Rundfunk
entdeckten plötzlich den „Erpresser Hussein", den
„größenwahnsinnigen
Diktator", den „neuen Hitler". Der „stern"
(9. August)
sah in ihm den „gefährlichsten
Mann der We/t", einen „Brandstifter",
„den
Machtbessenen von Bagdad". Die Illustrierte glaubte sogar,
in
seinem Aussehen das
Spiegelbild des Bösen auszumachen: „Seine Lider
sind
wulstig und schwer wie ein Bollwerk. Ein stechender Blick schießt unter
ihnen
hervor. Gefurchte Stirn, klobige Nase, ein Schnurrbart in Form eines
Säbels.
Dieser Mann, sagt das Gesicht, hat in jeder Sekunde ein feindliches
Ziel im
Auge,"
Fundierter
Fachjoumalismus kommt zu kurz
Beide Fälle zeigen, daß
sich die Medien offenbar eher von momentanen
politischen Stimmungen
beherrschen lassen, die fundierte Recherche,
auf Hintergründe und
langwierige Beobachtung von Experten gestützt,
kommt zu kurz.
Wahrscheinlich wird auch Assad erst nach der Golfkrise
wieder als der „Staatsterrorist"
behandelt - dann, wenn es genehm
ist.
Dagobert Lindlau,,
erfahrener Auslandskorrespondent der ARD, klagte
am 20. August 1990 in
einer Sendung des „Norddeutschen Rundfunks":
Allzu oft vertraue man
den Informationen Dritter, „statt hinzufahren,
selbst
hinzuschauen, möglichst lange dort zu bleiben. Ich glaube
einfach,
daß die Fachbeobachtung zunehmend versagt". gka
(MK 40/90,1.
W. 1990)