Per eMail am 19.09.02

 

Sehr geehrte Frau Merkel,

 

ich möchte Ihnen von ganzem Herzen für Ihre mutige und klare Rede während der am 13. 09. stattgefundenen Haushaltsdebatte des Bundestages danken.

 

Wir haben eine sehr große Verantwortung dem jüdischen Volk gegenüber, gerade als Deutsche und haben zwei Möglichkeiten. Entweder wir zeigen verurteilend mit den Fingern auf die Generation unserer Eltern und Großeltern und werfen ihnen vor: "Warum habt Ihr das zugelassen?" oder aber wir fragen uns: "Was können wir heute tun, damit Antisemitismus und Anti-Israelismus in Deutschland keinen Nährboden mehr findet."

 

Wir, mein Bruder und ich, haben die zweite Möglichkeit gewählt. Glauben Sie mir, es ist so unsagbar schwer in Deutschland diesbezüglich gegen den Strom zu schwimmen. Mein Bruder - Vater von 4 kl. Kindern - verlor seinen Arbeitsplatz, weil er sich offen auf die Seite Israels stellte und die antisemitischen Äußerungen in seinem Kollegenkreis nicht tolerierte.

 

Deshalb ist es so überaus wichtig, von Menschen, die unser schönes Land regieren, diesbezüglich Unterstützung zu erlangen. Wollen wir gemeinsam dafür kämpfen, dass sich Juden in Deutschland wieder wohlfühlen können und gerne zurück nach Deutschland kommen.

 

Zusammen wollen wir Sie ermutigen, innerhalb Ihrer Partei weiter so offen Ihren Standpunkt zu vertreten, auch wenn es noch so schwer ist. Der EWIGE schenke Ihnen täglich die nötige Kraft und die rechten Worte. ER geleite Sie und führe Sie.

 

in großer Dankbarkeit,

 

 

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