Permanent Representative of Germany to the
United Nations
z. Hd S.E. Thomas Matussek
- Ambassador and Head of Mission -
871 United Nations Plaza, New York, NY 10017
Telefax:
(212) 940-0402
Mit der dringenden Bitte um Weiterleitung
Sehr geehrter
Herr Annan,
in den
letzten Tagen mussten wir immer wieder lesen und hören, dass die UNO Israel
wegen der militärischen Reaktion verurteilen. Die Kommissarin Louise
Abour geht sogar soweit, Israel Kriegsverbrechen vorzuwerfen.
Offenbar ist die Verschleppung israelischer Bürger keine Menschenrechtsverletzung, ebenso wenig wie das Dauerfeuer auf Kleinstädte oder die Hinrichtung von Geiseln. Gelten Menschenrechte nicht für Juden? Wir wissen sehr wohl, dass diese unsere Frage in Ihren Augen sehr provokativ erscheint, aber angesichts der vielen UNO-Resolutionen gegen Israel müssen wir diese stellen.
Die massive Zerstörung von Infrastrukturen im Libanon als
Verteidigungshandlung ist eine verhältnismäßige Antwort Israels auf die
Hisbollah-Aggression.
Israel vermeidet es, soweit es geht, die Zivilbevölkerung in Mitleidenschaft zu
ziehen. Vor Angriffen wird diese sogar gewarnt. Das trotzdem Zivilisten ums
Leben kommen ist schmerzlich, aber eine Konsequenz. Die Hisbollah-Terroristen
nutzen Frauen und Kinder als Schutzschilde und verschanzen sich insbesondere in
von Christen bewohnten Gebieten und erreichen genau diese Reaktion - nämlich
die Verurteilung Israels als Kriegsverbrecher - bei dem größten Teil der
internationalen Staatengemeinschaft.
Das Verhalten des Libanon ist de facto eine
Kriegserklärung und Kriegshandlung. Die Logistik des Terrorismus zu zerstören,
deutliche Signale zu setzen, dass man wehrhaft ist, den Nachschub zu
unterbrechen: Das ist das Mindeste, was nach dem Völkerrecht ein angegriffener
Staat tun darf!
Augenöl hat eine sehr gute und heilsame Wirkung, aber
zuviel Öl in den Augen macht Halluzinationen, lässt Zerrbilder entstehen und
macht letztendlich blind für die Realität. Wer Terroristen durch Empfänge
international aufwertet, kann nicht objektiv entscheiden!
Voller Unverständnis für die Entscheidungen der Vereinten
Nationen
German Media Watch
Redaktionsleitung
23. Jul. 2006