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Ein unkonventioneller arabischer Standpunkt |
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Original: An unconventional Arab viewpoint
Joseph Farah
WorldNetDaily.com, 24. Februar 2003
(Anmerkung des Herausgebers: Dieser Artikel ist die Adaption von Bemerkungen, die Joseph Farah auf einem Symposium der Christian Coalition zum Thema Islam am 15. Februar in Washington, D.C. gemacht hat und seitdem zweimal auf C-SPAN gesendet wurde. Hunderte Zuschauer haben den Wunsch nach Verschriftlichung gewünscht. Dies ist eine abgekürzte Version der Ansprache.)
Ich bin richtig genervt, besonders seit dem 11. September 2001, von all den selbst erklärten arabisch-amerikanischen und muslimisch-amerikanischen Sprechern, die ich in den Talkshows erlebe.
Was mich nervt ist die Art und Weise, wie sie keinerlei Anerkennung dafür zeigen, wie tolerant, offen und vorurteilsfrei die Amerikaner in Wirklichkeit ihnen und der arabisch-muslimischen Welt gegenüber sind. Amerikaner sind gut, fair und verständnisvoll. Sie sind nun gar nicht schnell darin zu verallgemeinern und stereotypisieren - selbst, wenn das in ihrem eigensten Interesse wäre.
Innerhalb von zwei Tagen musste ich diese Woche neun verschiedene Flugzeuge besteigen und neunmal durch verschiedene Flughafen-Sicherheitskontrollen gehen. Nicht einmal in diesen zwei Tagen schaute mich jemand vom Sicherheitspersonal kritisch an. Nicht einmal wurde ich einer Extrakontrolle unterzogen.
Damit sich niemand wundert, dass ich das betone: Ich bin ein arabischer Amerikaner. Ich habe ein arabisches Gesicht und einen arabischen Namen. Aber ich wurde nicht einmal kritischer unter die Lupe genommen. Unterdessen sah ich junge Mütter mit kleinen Babys, die Mühe hatten, die zusätzlichen Kontrollen hinter sich zu bringen. Es gab kleine, alte Damen, die sich den Unannehmlichkeiten von Sonderkontrollen ausgesetzt sahen.
Und währenddessen verurteilen die muslimisch-amerikanischen Lobbyisten und arabisch-amerikanische Antidiskriminierungsgruppen dieses Land, weil es rassistisch sei und wegen rassisch motivierter Kontrollen.
Das ist nicht wahr.
Schlimmer noch: Der normale Menschenverstand liefert alle Gründe, dass es so sein sollte, wie es nicht ist.
In den USA kommt die Bedrohung durch den Terrorismus zum größten Teil, wenn nicht ausschließlich von Arabern und Muslimen. Wir ignorieren diese Tatsache und gefährden uns dadurch selbst.
Wenn ich in den Nahen Osten fliege, mache ich das oft mit El Al. Das ist meine bevorzugte Fluglinie. Warum? Weil sie die größte Sicherheit bietet. Ich weiß, dass wegen meines arabischen Namens und meiner arabischen Herkunft meine Taschen gründlicher durchsucht werden als die des Durchschnitts-Amerikaners.
Macht mir das etwas aus?
Absolut nicht. Ich bin im Gegenteil dankbar dafür, denn ich weiß, dass diese Sicherheitsleute nicht nur die anderen Passagiere beschützen, sie beschützen auch mich.
Es ist lediglich sinnvoll, dass diese Art der Kontrolle so durchgeführt wird - besonders, wenn wir uns in einem Krieg befinden, bei dem unser ganzer Lebensstil in Gefahr ist.
Für diejenigen unter Ihnen, die meine Schriften über den Nahen Osten und die islamisch-westlichen Konflikte nicht gelesen haben: Ich denke nicht, dass diese Schlachten um Missverständnisse geführt werden.
Ich glaube nicht, dass sie das Ergebnis fehlender Kommunikation sind.
Ich glaube nicht, dass sie durch die Unfähigkeit zu Kompromissen verursacht sind.
Ich glaube, dass sie von bösen Menschen verursacht sind, die böse Dinge tun. So einfach ist das.
Ich sehe diese Frage des Nahen Ostens ein wenig anders an als alle anderen. Ich bin ein arabisch-amerikanischer, christlicher Journalist. Ich habe meine Schlussfolgerungen hauptsächlich durch Erfahrungen aus erster Hand erreicht, indem ich vor Ort aus dem Nahen Osten berichtete.
In meiner 25-jährigen Karriere als Zeitungs-Mensch hatte ich zwei Hauptthemen: Hollywood und der Nahe Osten. Sie werden sich fragen, was diese beiden Themen gemeinsam haben.
Der gemeinsame Nenner ist: beide haben mit dem Bereich des Unwirklichen zu tun. Sie stützen sich beide auf Mythen. Oliver Stone würde vor Scham rot werden angesichts der Erfindungsgabe der Araber, wenn sie sich Fabeln ausdenken, die Geschichte neu erfinden und fiktive Tatsachen in die Welt setzen. Und es sind diese Mythen des Nahen Ostens, die ich heute in der kurzen Zeit ansprechen möchte, die uns zur Verfügung steht.
Worum geht es in dieser Diskussion? Was sind die wahren Wurzeln des Konflikts?
Wenn Sie glauben, was sie in den meisten Nachrichtenorganen lesen, dann wollen die Palästinenser ein Heimatland und die Muslime die Kontrolle über Stätten, die sie als heilig betrachten. Einfach, nicht wahr?
Aber falsch. In Wirklichkeit sind diese zwei Forderungen nichts als strategische Ablenkung - Propaganda-Maschen. Sie sind nicht mehr als falsche Entschuldigungen und Rechtfertigungen für Terrorismus und den Mord an Juden. Das wahre Ziel derjenigen, die diese Forderungen erheben, ist die Vernichtung des Staates Israel.
Der Beleg dafür ist: Vor dem arabisch-israelischen Krieg von 1967 gab es keine ernsthafte Bewegung für ein palästinensisches Heimatland. Warum?
1967 eroberten die Israelis im Sechstage-Krieg Judäa, Samaria und Ost-Jerusalem. Sie eroberten diese Gebiete aber nicht von Yassir Arafat. Sie eroberten sie von Jordaniens König Hussein. Warum entdeckten die so genannten Palästinenser auf einmal ihre nationale Identität, nachdem Israel den Krieg gewann? Warum gab es vorher keine Forderung nach einem palästinensischen Heimatland? [HE: Na ja, die „palästinensische Identität“ wurde frei Jahre vorher erfunden - da war allerdings noch davon die Rede, die besetzten Gebiete zu befreien, die den Arabern bis 1948 von den Juden geraubt wurden.]
Die Wahrheit ist, dass Palästina nicht wirklicher ist als Nimmerland. Das erste Mal, dass dieser Name gebraucht wurde, war im Jahr 70 n.Chr., als die Römer einen Völkermord an den Juden verübten, den Tempel schleiften und erklärten, dass es das Land Israel nicht mehr gäbe. Von da an, versprachen die Römer, würde es als „Palästina“ bekannt sein. Der Name wurde, so vermuten wir heute, von den Philistern abgeleitet, einem Volk, das von den Juden Jahrhunderte früher besiegt und erobert worden war.
Im Gegensatz zu dem, was Yassir Arafat Ihnen erzählen wird, waren die Philister zu dieser Zeit ausgelöscht. Arafat gibt gerne vor, sein Volk stamme von den Philistern ab. Tatsächlich war der Name für die Römer ein einfacher Weg, den Juden Salz in die Wunde zu streuen - sie wurden nicht nur fast ausgelöscht, sondern ihr Land wurde umbenannt nach Leuten, die von ihnen erobert worden waren.
Palästina hat es - vorher oder hinterher - nie als Nationalstaat gegeben. Es wurde nacheinander von Rom, islamischen und christlichen Kreuzfahrern, dem ottomanischen Reich und, für kurze Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, von den Briten regiert. Die Briten stimmten einer Widererrichtung wenigstens eines Teils des Lands für das jüdische Volk als Heimatland zu. Wer lehnte diese Idee ab? Die Araber. Die Juden durften keinen Platz im Nahen Osten haben. Nichts. Null. Niente. Nada.
Gegenüber westlichen Zuhörern werden Arafat und andere so genannte „moderate“ Araberführer natürlich sagen, dass es für die Juden in Ordnung ist, auch ihr Heimatland zu haben - Seite an Seite mit den Arabern. Warum war das 1948 nicht in Ordnung?
Es gibt keine Sprache, die als Palästinensisch bekannt ist. Es gibt keine eigene palästinensische Kultur. Es hat nie einen als Palästina bekannten Staat gegeben, der von Palästinensern regiert wurde. Palästinenser sind Araber, nicht unterscheidbar von Jordaniern, Syriern, Libanesen, Irakis usw. Bedenken Sie, dass die Araber 99,9 Prozent des Landes des Nahen Ostens kontrollieren. Israel befindet sich auf dem Zehntel von einem Prozent der Landmasse.
Aber das ist den Arabern zu viel. Sie wollen alles. Und das ist es letztlich, worum es bei den Kämpfen in Israel heute geht. Egal, wie viele Zugeständnisse an Land die Israelis machen, es wird nie genug sein.
Arafat selbst erklärte die List der Verhandlungen mit Israel 1994 in einer Rede in Südafrika - auf Englisch. Auf Arabisch erklärte er sie Dutzende Male: Erst schaffen wir unseren eigenen Staat, dann nutzen wir diesen Staat, um ganz Palästina zu befreien. Das ist das Ziel. Das ist es immer gewesen.
Arafat und seine Helfer werden Ihnen erzählen, ein palästinensisch-arabischer Staat sei notwendig, weil Araber im Krieg 1948 gewaltsam aus ihren Häusern vertrieben wurden. Aber hören Sie, was die Araber selbst über die Flüchtlingsfrage nach diesem Krieg gesagt hatten:
„Die Tatsache, dass es diese Flüchtlinge gibt, ist die direkte Folge der Taten der arabischen Staaten in Opposition zur Teilung und dem jüdischen Staat. Die arabischen Staaten stimmten bezüglich dieser Politik ohne Gegenstimme überein und müssen zur Lösung des Problems beitragen.“
- Emile Ghoury, Sekretär des palästinensischen arabischen Hochkommissariats in einem Interview mit dem Beirut Telegraph, 6. September 1948.
„Der arabische Staat, der die palästinensischen Araber ermutigte, ihre Häuser zeitweise zu verlassen, damit sie den arabischen Invasionsarmeen nicht im Weg sind, haben es versäumt ihr Versprechen zu halten, diesen Flüchtlingen zu helfen.“
- Die jordanische Tageszeitung „Falastin“, 19. Februar 1949.
„Wer brachte die Palästinenser als Flüchtlinge in den Libanon, die nun unter der unheilvollen Haltung der Zeitungen und kommunalen Führer leiden, die weder Ehre noch Bewusstsein haben? Wer brachte sie in diesen schlimmen Zustand, ohne einen Pfennig, nachdem sie ihre Ehre verloren? Das waren die arabischen Staaten und unter ihnen der Libanon.“
- Die muslimische Beiruter Wochenzeitung „Kul-Shay“, 19. August 1951.
„Der 15. Mai 1948 kam ... An diesem Tag appellierte der Mufti von Jerusalem an die Araber Palästinas das Land zu verlassen, weil die arabischen Armeen kurz davor standen in dieses Land einzudringen und an ihrer statt zu kämpfen.“
- Die Kairoer Tageszeitung „Akhbar el Yom“, 12. Oktober 1963.
„Für die Flucht und den Fall der anderen Dörfer sind es unsere Führer, die die Verantwortung tragen, weil sie Gerüchte streuten, die die jüdischen Verbrechen übertrieben und sie als Gräueltaten beschrieben, um die Araber aufzuhetzen ... Durch das Streuen von Gerüchten über jüdische Gräueltaten, die Tötung von Frauen und Kindern usw. pflanzten sie Furcht und Terror in den Herzen der Araber in Palästina, bis diese flohen und ihre Häuser und ihr Eigentum dem Feind überließen.“
- Die jordanische Tageszeitung „Al Urdun“, 9. April 1953.
Ich könnte mit dieser vergessenen - oder bewusst verdeckten - Geschichte immer weiter machen. Aber Sie verstehen, was ich meine. Es gab keine jüdische Verschwörung, die Araber 1948 aus ihren Heimen zu verjagen. Das ist nie passiert. Statt dessen gibt es eine Vielzahl historischer Aufzeichnungen, die zeigen, dass die Juden ihre arabischen Nachbarn anflehten zu bleiben und in Frieden und Harmonie mit ihnen zu leben. Und doch, trotz der deutlichen, eindeutigen Worte der arabischen Zeitzeugen, ist die Geschichte erfolgreich umgeschrieben worden, um aus den Juden die Bösen zu machen.
Die arabischen Staaten, die die Feindseligkeiten initiierten, haben nie Verantwortung übernommen - trotz ihres enormen Reichtums und ihrer Möglichkeit Millionen von Flüchtlingen in ihren weit gehend unterbevölkerten Staaten zu assimilieren. Und andere Staaten haben es versäumt, sie dafür zur Verantwortung zu ziehen.
Heute geht diese grausame Scharade natürlich weiter. Das Leiden von Millionen von Arabern wird nur aus politischen Gründen von den arabischen Staaten fortgesetzt. Sie sind lediglich Schachfiguren im Krieg zur Vernichtung Israels.
Es gab über die Welt verteilt nach dem Zweiten Weltkrieg rund 100 Millionen Flüchtlinge. Die Gruppe der palästinensischen Araber ist die einzige der Welt, die nicht im Land ihres eigenen Volkes absorbiert oder integriert wurde. Seit damals sind Millionen von jüdischen Flüchtlingen aus der ganzen Welt in den winzigen Staat Israel aufgenommen worden.
Es macht keinen Sinn zu erwarten, dass derselbe winzige jüdische Staat die Flüchtlings-Krise löst, die er nicht geschaffen hat.
Glauben Sie, dass die Araber wirklich das Leid der Flüchtlinge schert? Ich gebe Ihnen zu bedenken, dass Israel unter allen Staaten des Nahen Ostens die arabischen Flüchtlinge mit mehr Fairness und mit mehr Mitgefühl behandelt hat.
Lassen Sie mich ein Beispiel für das anführen, wovon ich rede:
Die „Jordan Times“ berichtet, dass „palästinensische Flüchtlinge im Libanon, denen seit Langem viele Bürgerrechte, darunter das Recht auf Arbeit, verweigert wird, nun einem neuen Hindernis in ihrem unsicheren Leben gegenüber stehen“.
In einem Gesetz, das letztes Jahr im Parlament eingebracht wurde, wird den palästinensischen Arabern das Recht aberkannt, Grund-Eigentum zu besitzen. Diejenigen, die bereits Grundbesitz haben, werden nicht in der Lage sein, ihn ihren Kindern weiter zu geben.
Nun stellen Sie sich vor, Israel verabschiedete ein solches Gesetz. Können Sie sich den internationalen Aufschrei vorstellen? Was würde die UNO dazu zu sagen haben? Wie würde die Medienlandschaft im Westen eine solch drakonische List aufnehmen?
Aber das geschieht in einem arabischen Land, praktisch unkommentiert - außer hier [durch mich].
Werfen Sie einen Blick auf die offensichtliche Erklärung für dieses Tun im Libanon, wie es die „Jordan Times“ beschrieb: „Das libanesische Parlament verabschiedete das Gesetz, weil es die Rechte der palästinensischen Flüchtlinge auf die Rückkehr in ihre Heime schützen will, aus denen sie nach der Gründung des Staates Israel auf palästinensischem Land 1948 flohen.“
Ist das nicht liebenswert? „Wir schützen eure Rechte, indem wir euch eure Rechte vorenthalten“?
Während Israel sich Beine ausreißt, um den palästinensischen Arabern zu helfen - besonders denen, die Opfer des Kriegs von 1948 sind - haben die arabischen Staaten nur immer versucht, deren Misere auszunutzen. Dieses Ausnutzen geht heute immer noch weiter. Es ist offenkundig. Es ist dort Gesetz. Aber die Welt schaut nicht hin.
Seitdem ich im Oktober 2000 eine Kolumne mit dem Titel „Die Mythen des Nahen Ostens“ schrieb, haben mich Leser aus aller Welt gefragt, was der Begriff „Palästinenser“ bedeutet.
Die einfache Antwort ist, dass er alles das bedeutet, was Yassir Arafat will, dass er bedeutet.
Arafat selbst ist in Ägypten geboren. Er zog später nach Jerusalem. Und wie er kamen die meisten der Araber, die heute in den Grenzen Israels leben, irgendwann in ihrem Leben aus einem anderen arabischen Land.
Auch heute drängen weiter Araber nach Israel. Sie ziehen weiterhin in die Autonomiegebiete. Sie wanderten schon dort ein, bevor es unter israelischer Kontrolle war.
Seit 1967 haben die Araber 261 Siedlungen in der Westbank gebaut. Wir hören nicht viel über diese Siedlungen. Wir hören statt dessen von der Zahl der jüdischen Siedlungen, die gebaut wurden. Wir hören, wie destabilisierend sie seien - wie provokativ sie seien. Im Vergleich sind aber seit 1967 nur 144 jüdische Siedlungen gebaut worden - einschließlich denen in Jerusalem, der Westbank und Gaza.
Ist das ein neues Phänomen? Absolut nicht. Das ist immer geschehen. Araber sind nach Israel und in seine Umgebung geströmt, seit es gegründet wurde, sogar vorher schon, im Zusammentreffen mit der Welle jüdischer Immigration nach Palästina vor 1948.
Winston Churchill sagte 1939: „Also weit davon entfernt, verfolgt zu werden, sind die Araber in das Land gedrängt und haben sich vermehrt, bis ihr Bevölkerungsanteil so gewachsen war, dass selbst das gesamte Weltjudentum das nicht aufholen könnte.“
Und das wirft eine Frage auf, die ich nie jemanden stellen höre: Wenn Israels Politik das Leben für die Araber so untragbar macht, warum drücken sie weiterhin in den jüdischen Staat?
Das ist eine wichtige Frage, da wir erleben, wie die palästinensische Debatte nun auf die Frage des „Rückkehrrechts“ verschiebt.
Nach den Behauptungen der liberalsten arabischen Quellen verließen etwa 600.000 bis 700.000 Araber Israel um das Jahr 1948, als der jüdische Staat gegründet wurde. Die meisten wurden nicht von den Juden vertrieben, sondern gingen auf Drängen der arabischen Führer, die Israel den Krieg erklärt hatten.
Trotzdem leben weit mehr Araber in diesen Gebieten als je zuvor. Und viele von denen, die 1948 und danach fort gingen, hatten ihre Wurzeln in anderen arabischen Staaten.
Das ist der Grund, weshalb es so schwierig ist, den Begriff „Palästinenser“ zu definieren. Das ist immer so gewesen. Was bedeutet er? Wer ist ein „Palästinenser“? Ist es jemand, der zum Arbeiten nach Palästina kam, weil es dort eine rege Wirtschaft und Arbeitsplätze gab? Ist es jemand, der seit zwei Jahren in der Region lebte? Seit fünf Jahren? Zehn Jahren? Ist es jemand, der zu Besuch da war? Ist es jeder Araber, der in der Region leben will?
Obwohl die Araber die Juden im Nahen Osten um das Hundertfache an Zahl übertreffen, war die der arabischen Bevölkerung Palästinas geschichtlich extrem gering - vor dem erneuerten jüdischen Interesse an der Gegend, das im frühen 20. Jahrhundert richtig entstand.
Zum Beispiel veröffentlichte Karl Baedeker 1906 einen Reiseführer für Palästina und Syrien, der die Tatsache illustriert, dass sogar unter der islamisch-ottomanischen Herrschaft über die Region die muslimische Bevölkerung in Jerusalem minimal war. Das Buch schätzt die Gesamteinwohnerschaft der Stadt auf 60.000, von denen 7.000 Muslime waren, 13.000 Christen und 40.000 Juden. „Die Zahl der Juden ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen, trotz der Tatsache, dass ihnen die Einwanderung oder der Grundbesitz verboten sind“, erklärt das Buch.
Obwohl die Juden verfolgt wurden, kamen sie dennoch nach Jerusalem und stellten schon 1906 die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung.
Warum war die muslimische Einwohnerzahl so gering? Immerhin, so wird uns gesagt, ist Jerusalem die drittheiligste Stadt des Islam. Sicher würden sich, wenn dies 1906 ein weit verbreiteter Glaube war, mehr Fromme dort niedergelassen haben.
Die Wahrheit ist, dass die jüdische Anwesenheit in Jerusalem und im gesamten Heiligen Land durch seine blutige Geschichte hindurch Bestand hatte, wie es Joan Peters’ Bahn brechende Geschichte der Ursprünge des arabisch-jüdischen Konflikts in der Region, „From Time immemorial“, dokumentiert.
Es ist auch wahr, dass die arabische Bevölkerung nach der jüdischen Einwanderung in die Region zunahm. Die Araber kamen wegen der wirtschaftlichen Aktivität. Ob Sie es glauben oder nicht, sie kamen auch, weil es in Israel mehr Freiheit und mehr Möglichkeiten für sie gab als in ihren Heimatländern.
Es ist Zeit, die Komponente der Freiheit in die Diskussion einzubringen. Freedom House, die Menschenrechts-Organisation, die die Art und Weise beobachtet, wie die Staaten der Welt ihre eigenen Bürger behandeln, hat in den letzten Jahren festgestellt, dass es weltweit einen starken Trend weg vom Totalitarismus und Autoritarismus hin zur Freiheit gibt - außer in der arabischen Welt. Es gibt 22 arabische Staaten - alle zu einem gewissen Grad Polizeistaaten. Wenn die USA weiterhin so heftig auf einen Palästinenserstaat unter der Führung von Yassir Arafat hin arbeiten, werden es 23 sein.
Wollen wir hoffen und beten, dass diese Regierung beginnt zur Vernunft zu kommen. Es gibt starke Hinweise darauf, dass das der Fall ist. Der bevor stehende Irak-Krieg könnte ein Wendepunkt in der Geschichte des Nahen Ostens werden.
Stellen Sie sich einen freien Irak vor.
Stellen Sie sich ein freies Afghanistan vor.
Stellen Sie sich einen freien Iran vor.
Stellen Sie sich einen freien Libanon vor.
Es könnte passieren. Wenn wir uns hohe Ziele setzen und verantwortlich handeln und wenn wir mutig und standhaft den Krieg gegen den Terrorismus führen - den Krieg haben nicht wir angefangen -, dann könnte es wahr werden.
Übersetzung aus dem Englischen: H.Eiteneier