Das "historische Palästina"

Die palästinensischen Terrorführer und ihre Apologeten führen immer gerne den Begriff des „historisches Palästina“ im Mund, um den Juden jegliches Recht an ihrem Staat im Land Israel abzusprechen. Es ist erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit dieser Begriff heutzutage weltweit benutzt wird, um den Terroristen Recht zu geben und ihre Forderungen zu unterstützen. Ein „historisches Palästina“ wie es die Araber gesehen wissen wollen, gibt es nicht. Wenn man von einem „historischen Palästina“ reden will, dann von dem, das Elder of Ziyon in dem zweiten seiner hier eingestellten Text beschreibt. Aus beiden Texten geht hervor: Die Araber kennen eigentlich selbst kein „historisches Palästina“, aber sie nutzen diesen Begriff als Mittel, als Waffe gegen Israel.
- Das „historische Palästina“
- Ostpalästina


Das „historische Palästina“

Elder of Ziyon, 7. Januar 2009

Eines der ausgelatschten Denkmuster der antiisraelischen Horden ist: Israel bietet den palästinensischen Arabern nur 14% - oder auch 12% - des „historischen Palästina“ an. Hier ist als Beispiel ein kleiner Auszug dessen, wie die Phrase in den letzten Tagen eingesetzt wurde:

Was den Palästinensern jetzt bleibt, ist weniger als 14% des historischen Palästina, alles in isolierten Bantustans, schrumpfenden Ghettos, Mauern, Zäunen, Checkpoints mit unwirschen Soldaten und das immerwährende Vordringen sich ausweitender illegaler israelischer Siedlungen.

[1948] stahl [Israel] als ersten Schritt der Eroberung des gesamten Gebiets 78% des historischen Palästina zum ausschließlichen Gebrauch durch Juden.

Und der Guardian definiert für uns das „historische“ Palästina:

[Ismail Haniyehs] feierte mit seiner trotzigen Rede das 22. Jahr der Bewegung; er gelobte Israel niemals anzuerkennen und beanspruchte das gesamte historische Palästina für die Palästinenser. „Palästina vom Meer bis zum Fluss, wir werden es nicht aufgeben“, sagte er der Menge.

Genauso macht es die PLO auf der Internetseite ihrer Vertretung in den USA:

Das Problem besteht darin, dass das historische Palästina niemals so aussah, außer das Konzept von „Geschichte“ beginnt nach dem Ersten Weltkrieg. Dies ist eine historische Landkarte des im Westen gestalteten britischen Mandats für Palästina seit 1922 oder so – nicht wirklich „historisch“, in welchem Sinn auch immer.

Hier ist Palästina, wie es auf ein paar wahllos ausgesuchten Landkarten vor dem britischen Mandat erscheint:



Der Negev gehört fast nie dazu, dafür signifikante Teile des heutigen Jordanien. (Ägypten behauptet, dass Eilat Teil seines historischen Landes ist.) Der Jordan ist nie Grenze für irgendeine Vorstellung Palästinas vor der Auflösung des Ottomanischen Reiches.

In Begrifflichkeiten des „historischen Palästina“ schließen die Waffenstillstandslinien von 1948 vielleicht 30% oder 40% des Gebietes ein – aber sicherlich nicht 78%.

Die Frage, die kein palästinensischer Araber oder Unterstützer bisher beantwortet hat, ist: Warum decken sich ihre Ansprüche immer mit den Teilen Palästinas, die sich unter jüdischer Herrschaft befinden, und nicht mit den Teilen unter arabischer Herrschaft? Warum wurde von der PLO 1964 die Westbank ausdrücklich von der von ihr gewünschten Nation ausgeschlossen? Warum sagt die Hamas heute nicht, dass Teile Jordaniens innerhalb der Grenzen des Staates liegen sollten, den sie verlangen?

Wenn ihnen „Palästina“ so wichtig ist, warum verlangen sie es nicht ganz? Warum akzeptieren sie willkürliche, imperialistisch-westliche Teilung ihrer „historischen Nation“ als Grundlage ihrer angeblich uralten, historischen Forderungen?

Die Antwort ist einfach: Das historische Palästina kümmert sie nicht. Sie kümmert die ultimative Vernichtung jeglichen jüdischen Staates auf dem, was sie als arabisches oder muslimisches Land betrachten. All das Reden über das „historische Palästina“ ist eine Lüge, die den Westen täuschen soll.

Wenn man sich den Link zum Guardian oben ansieht, dass ist es eine außerordentlich erfolgreiche Lüge.


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Ost-Palästina

Elder of Ziyon, 4. Juni 2007

Die Ausgabe von 1911 der Encyclopedia Britannica ist online. Ihr Eintrag zu „Palestine“ (Palästina) ist interessant:


Außer im Westen, wo das Land ans Mittelmeer stößt, können die Grenzen des Territoriums nicht als eindeutige Linie auf der Landkarte festgelegt werden. Die modernen Aufgliederungen unter der Zuständigkeit des Ottomanischen Reiches stimmen in keiner Hinsicht mit denen der Antike überein und bieten daher keine Grenze, durch die Palästina genau vom Rest Syriens im Norden oder von den Wüsten des Sinai und Arabiens im Süden und Osten abgetrennt werden kann; außerdem sind die Akten über die antiken Grenzen nicht in genügendem Maße vollständig und exakt, um eine komplette Grenzziehung für das Land zu ermöglichen. Selbst das oben erwähnte Übereinkommen ist nicht exact: Es schließt Philistergebiet ein, von dem die Hebräer nie behaupteten, sie hätten es besiedelt; und es schließt entlegene Teil des großen Gebiet aus, das in 4. Mose 34 als hebräischer Besitz angeführt wird (vom „Bach“ Ägyptens bis Hamat). Die Hebräer selbst haben, mit dem sprichwörtlichen Ausdruck „von Dan bis Beersheba“ (Richter 20,1ff) einen Hinweis auf die normale Nord-Süd-Ausdehnung ihres Landes bewahrt; und bei der Definition des Gebietes des diskutieren Landes ist es dieser Hinweis, dem allgemein gefolgt wird.

Nimmt man die natürlichen Hauptmerkmale, die mit diesen Außenpunkten beinahe entsprechen, kann man Palästina als den Streifen Land beschreiben, der sich entlang des Ostufers des Mittelmeeres von der Mündung des Flusses Litani oder Kasimiya (33° 20‘ N), südlich bis zur Mündung des Wadi Ghuzza erstreckt; Letzteres trifft bei 31° 28‘ N, knapp südlich von Gaza, auf das Meer und führt dann in südöstlicher Richtung, um an seiner Nordflanke den Ort Beersheba einzubeziehen. Östlich gibt es keine solche klar umrissene Grenze. Der Jordan-Fluss, das stimmt, bildete eine Art Grenze zwischen dem westlichen und östlichen Palästina; aber es ist praktisch unmöglich zu sagen, wo letzteres endet und die Arabische Wüste beginnt. Vielleicht ist der Verlauf der Pilgerstraße von Damaskus nach Mekka die praktischste mögliche Grenze. Die Gesamtlänge der Region beträgt etwa 140 Meilen; seine Ausdehnung westlich des Jordan reicht von etwa 23 Meilen im Norden bis etwa 80 Meilen im Süden. Nach Angaben englischer Ingenieure, die das Land für den Palestine Exploration Fund begutachteten, ist die Region dieses Teils des Landes rund 6040 Quadratmeilen groß. Östlich des Jordan sind mangels einer sachgerechten Begutachtung keine solch genauen Zahlen wie diese verfügbar. Die übernommenen Grenzen verlaufen von der Südgrenze des Hermon zur Mündung des Mojib (Arnon), eine Entfernung von ca 140 Meilen: Für den gesamten Bereich ist eine Fläche von ca. 3.800 Quadratmeilen berechnet worden. Das Territorium Palästina, das östliche und das westliche, ist damit so groß wie etwas mehr als ein Sechstel der Fläche Englands.

Die Fläche der Westbank beträgt 2.200 Quadratmeilen und Ostpalästina wurde 1911 auf 3.800 Quadratmeilen veranschlagt.

Mit anderen Worten: Es gibt einen großen Teil des historischen Palästina, der sich unter jordanischer Herrschaft befindet.

Warum regt sich niemand wegen der jordanischen Besetzung antiken palästinensischen Landes auf? Warum will niemand einen unabhängigen palästinensisch-arabischen Staat am Ostufer des Jordan sehen?

Jede Landkarte „Palästinas“, die von der PA veröffentlicht wird – in ihren Schulbüchern, in ihren Logos – ignorieren einen wichtigen Teil des historischen Palästina völlig. Wenn es eine lange und uralte Tradition palästinensischer Araber gibt, die im östlichen Teil lebten, warum wird sie ignoriert? Die willkürlichen britischen Grenzen, die Palästina von Transjordanien trennen, sind relativ jung und haben keine Verbindung zur arabischen Geschichte. Die Menschen, die in der „Eastbank“ lebten, sind historisch genauso Palästinenser gewesen, wie diejenigen, die in der Westbank lebten.

Doch nicht nur das: Als Jordanien die Westbank annektierte, gab es nicht einmal eine nennenswerte „Befreiungsbewegung“ in diesem Teil des historischen Palästina. Die PLO wurde 1964 gegründet, bevor es irgendwelche „Gebiete“ gab.

Die einzigen Gebiete, die die Araber jemals für einen unabhängigen palästinensisch-arabischen Staat haben wollten, ist zufälligerweise jede Gegend, die Juden zu irgendeiner Zeit kontrollieren.

Was für ein Zufall!


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Übersetzungen aus dem Englischen: H.Eiteneier