Unsinn aus Israel

Es soll keiner glauben, in Israel würde alles richtig gemacht. Aber neben den alltäglichen Fehlern und Unzulänglichkeiten gibt es auch extremen Unsinn:


B'Tselem und die Opfer-Statistik

Am 25.09.2003 veröffentlichte die israelische "Menschenrechtsorganisation" B'Tselem in einer Presseerklärung ihre Daten von 3 Jahren "Intifada".

Wie IMRA feststellt, benutzten B'Tselems Presseerklärungen bisher den Begriff "palästinensische Zivilisten", um alle palästinensischen Opfer mit Ausnahme der Selbstmord-Bomber zu beschreiben. Diesmal sei das Wort "Zivilisten" aus der Beschreibung der Palästinenser heraus gelassen worden. Noam Hoffstater, Sprecher von B'Tselem, erklärte IMRA gegenüber heute [25.09.2003], dass B'Tselems Interpretation des internationalen Rechts sei, dass alle Palästinenser, einschließich der Mitglieder der illegalen Milizen und der offiziellen bewaffneten Kräfte der Palästinenser technisch "zivilen" Status hätten, da es keine bewaffneten palästinensischen Kräfte gibt, die nach internationalem Recht eine "Armee" darstellten.

Ich finde das schon sehr seltsam. Welchen Status haben diese bewaffneten Palästinenser dann? Wenn sie keine Kämpfer im militärischen Sinne sind, dann dürften sie wohl Verbrecher sein, die illegal Waffen besitzen und einsetzen. Aber diesen Status hat B'Tselem den Terroristen noch nie zuweisen wollen! Das ist eine Organisation, die mit Lüge und Selbstbetrug arbeitet!


B'Tselem: Israel ist Schuld
Am Samstag, 24.08.2002 wurde die Palästinenserin Iklas Yassin (35, Mutter von 7 Kindern) wegen angeblicher Kollaboration mit den Israelis von den Al Aksa-Märtyrerbrigaden erschossen. Ihr Sohn wurde Freitag "verhaftet", gefoltert und erfand eine Geschichte, um mehr Folter zu entgehen (ein Bild des Jungen). Darin beschuldigte er seine Mutter. Daraufhin wurde diese aus ihrem Haus verschleppt, "verhört" (gefoltert) und ihr "Geständnis" gefilmt. Dabei wurde sie von einem nicht sichtbarern Mann gefragt, ob ihr Geständnis unter Zwang erfolgte, sie sagte "nein".
Ein Führer der Al Aksa-Märtyrerbrigaden erklärte gegenüber AP, seine Gruppe sei gezwungen "mit eiserner Hand durchzugreifen", um Kollaboration mit Israel zu verhindern.
"Ich weiß, dass diese Frau Kinder hatte, aber wir hatten keine Wahl. Wir ließen ihren Sohn leben, damit er die Kinder versorgen kann", sagte er unter dem Siegel der Anonymität.
Gefragt, warum seine Gruppe Folter benutze, sagte er: "Das ist der einzige Weg, Geständnisse von solchen Leuten zu bekommen, die ihr Volk verraten."

Angsichts dieser Dinge kann man der israelischen Menschenrechtsgruppe B'Tselem nur zu ihren Aussagen gratulieren: Sie hatten zwar zu sagen, dass der Mord in Tulkarm eine "eindeutige Verletzung der Menschenrechte war, wie jeder Vorfall einer Exekution oder eines Mordes." Aber sie fügten gleich hinzu: "Wenn es stimmt, dass sie eine Kollaborateurin war, dann tragen die israelischen Streitkräfte, die sie rekrutierten, eine schwere Verantwortung für das was seitdem geschah; sie haben ihr Leben gefährdet."

Herzlichen Glückwunsch, B'Tselem, einmal mehr ist vorschnell gegen Israel geschwafelt worden, ohne dass die Zusammenhänge berücksichtigt wurden. Hauptsache, die israelische Armee bekommt eins auf den Deckel! Statt sich intensiver mit den Verbrechen der Terroristen zu beschäftigen (die sind nur eine Randbemerkung wert!), wird ohne Beleg ein nicht existenter Zusammenhang hergestellt, mit dem man diejenigen, die den Kampf gegen diesen Terror führen müssen, belastet und zu Verbrechern stempelt. Wer solche Freunde hat, braucht sich vor seinen Feinden nicht zu fürchten!


Shimon Peres bezweifelt, dass Ariel Sharon ein Partner für den Frieden ist:

Der Spiegel in einem Interview (Ausgabe vom 29.07.2002):
SPIEGEL: Nicht nur Palästinenser, auch viele Israelis zweifeln daran, dass Scharon ein Partner für den Frieden sein kann.
PERES: Auch ich habe meine Zweifel. Aber was mache ich damit? Soll ich sie sammeln? Scharon kann auch nicht alles tun, was er will. Wir stecken in einer Krise, und schon denken die Leute, das ist das Ende der Welt. Die Welt hört nicht auf, Krisen wohl.
Es ist schon seltsam, dass er an Sharon zweifelt (der nur auf Palästinenserterror reagiert), aber Arafat noch nach 18 Monaten Terror als "Partner für den Frieden" ansah. Erst jetzt bequemt er sich dazu, das in Zweifel zu ziehen, versucht aber weiter mit Arafats Kumpanen auf gutem Fuß zu stehen und mit ihnen Abkommen zu erzielen, die nicht eintreten werden.

Arutz-7 berichtet in seinen e-mail-Nachrichten vom 28.07.2002, dass die "Professoren für ein starkes Israel" folgendes Statement zu Peres abgaben:

Wenn der Außenminister, Architekt des 100-prozentigen Fiaskos von Oslo, sagt, dass die Eliminierung eines Chefterroristen ein "100-prozentiger Fehler" ist, dann bildet das einen Rekord an Unverschämtheit. Wenn der Außenminister, Oslo-Architekt und Vater des Oslo-Krieges, Zweifel äußert, ob der Premierminister ein Partner für den Frieden sein kann, während der Herr Minister weiter seinem Mit-Friedensnobelterror-Preisträger den Hof macht, dann ist das ein Rekord in Zynismus..."

"Die Welt" berichtet, dass Schimon Peres diese Äußerungen über Regierungschef Ariel Scharon und dessen Palästinenser-Politik im "Spiegel" dementierte. Peres sagte im israelischen Rundfunk, seine Worte seien "schlecht übersetzt und verzerrt worden"... Er sei gefragt worden, ob Scharon Frieden erreichen könne. Darauf habe er geantwortet, Scharon sei nicht allmächtig und der Frieden hänge nicht allein von ihm ab.
Es ist nicht das erste Mal, dass Peres "falsch zitiert" oder "schlecht übersetzt" wurde. Fragt sich nur, wie das kommt? Warum drückt er sich so missverständlich aus?


IMRA berichtet am 30.05.2002:

Außenminister Shimon Peres sagte Israel Radio im Morgenprogramm des 30. Mai 2002, dass "man über Oslo sagt: 'Warum habt ihr ihnen Gewehre gegeben?' - Aber Gewehre spielen keine Rolle. Was wichtig ist, sind Selbstmord-Bomber." Peres sagte dies zwei Tage nachdem ein Terrorist mit einem einzigen Sturmgewehr drei Teenager ermordete und ein anderer Terrorist einen Israeli in seinem Auto erschoss - auch mit einem Gewehr.

IMRA kommentiert dies so:

Wenn Herr Peres einen Blick auf die Liste der detailliert auf der Internetseite seines eigenen Ministeriums aufgeführten Terroranschläge werfen würde, könnte er feststellen, dass es viele Fälle gibt, in denen Israelis im Laufe der Zeit des Oslo-Experiments des Herr Peres mit den Gewehren ermordet wurde, "die keine Rolle spielen".

Es ist nicht verwunderlich, dass es Shimon Peres ungemütlich wird, wenn man ihn mit dem puren, zerstörerischen Wahnsinn seines eigenen Tuns konfrontiert. Aber statt zu versuchen Teil einer Lösung zu sein, bleibt Herr Peres Teil des Problems. CIA-Chef Tenet ist auf dem Weg in die Region, der das bizarre Ziel hat, die palästinensische Befreiungsarmee zu stärken und effektiver zu machen (damit sie israelische Sicherheitsbemühungen teurer machen kann?), statt mit dem Ziel den Umfang der palästinensischen Sicherheitskräfte zu stutzen und sie in eine innenpolitische Polizei zu formen, die wie Bereitschaftspolizei ausgerüstet ist, statt wie Fallschirmjäger. In diesem Zusammenhang vertritt Herr Peres die Meinung, dass es "keine Rolle spielt", dass es zehntausende palästinensischer Soldaten gibt, die mit Sturmgewehren ausgerüstet sind.

Mit der Meinung, dass "Gewehre keine Rolle spielen", hilft Herr Peres, den Druck zu untergraben die sofortige Entwaffnung der verschiedenen illegalen palästinensischen Milizen vorzunehmen.

Warum will Peres die Forderung an die Palästinenser, die Beschränkung der Waffen als erste Aufgabe der Palästinenser zu erfüllen, nicht unterstützen? Vielleicht, weil Herr Peres nicht will, dass die Wirklichkeit in seine Pläne eingreift. Aus der Sicht von Shimon Peres stehen der israelische Rückzug und die Ausrufung eines palästinensischen Staates kurz bevor: Eine Deklaration hier, eine Unterschriften-Zeremonie da; ein paar Tage lang fahren die Palästinenser ihren Durst nach isrealischem Blut auf ein paar "wenige" Morde zurück und dann sind wir wieder bei den gedankenschweren Tagen, "den Wind der Geschichte blasen" zu hören.


Am 15. März 2002 erschien auf der Titelseite von Ha'aretz eine große Anzeige, aus der IMRA zitiert:

"...Man muss verstehen, dass genau so, wie Menachem Begin als Kommandeur der Irgun seinen Terror gegen die Briten erst beendete, nachdem ein Arrangement zur Beendung der Besatzung erreicht war, auch Arafat den Terror fort führen muss, bis das Problem der israelischen Besatzung gelöst ist; denn ein Waffenstillstand seinerseits würde bedeuten, dass die Siedlungen legitimiert sind..."
Prof. Danny Gur

IMRA-Kommentar: Ohne die Aktivitäten der Irgun und der verschiedenen palästinensischen Terror-Aktivitäten zu vergleichen, sollte festgestellt werden, dass Arafat eine Reihe von Vereinbarungen unterschrieben hat, die das palästinensische Volk dazu verpflichtet, sich nicht in gewalttätigen Aktivitäten zu engagieren. Im Gegenzug wurde er vom Müllhaufen der Geschichte geholt und über die autonomen Gebiete gesetzt usw. Menachem Begin erfreute sich nie solcher Arrangements.

Abgesehen von dem, was IMRA hier kommentiert, geht der Vergleich von Prof. Gur völlig an den Realitäten vorbei und deshalb sollte doch auf diese Vergleiche eingegangen werden:
Weder hat die Irgun mit ihren Terrorakten die Unabhängigkeit Israels oder den Abzug der Briten verursacht;
noch war die Irgun eine Gruppe, die von der Bevölkerungsmehrheit befürwortet oder unterstützt wurde.
Die Irgun war eine kleine Extremistengruppe, die fast einen innerisraelischen Bürgerkrieg ausgelöst hätte, noch bevor der Staat Israel überhaupt entstanden war.
Menachem Begin beendete seine Terroristen-Karriere und wurde später Politiker, ein erfolgreicher Premierminister, der Frieden mit Ägypten schloss - und diesen Frieden auch einhielt. Im Gegensatz dazu verfolgt der Terrorist Arafat als "Politiker" weiter seine terroristischen Ziele.


Übersetzungen aus dem Englischen und Kommentare: H.Eiteneier