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Arafats Nobelpreis |
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1994 erhielt Yassir Arafat gemeinsam mit dem damaligen israelischen Premierminister Yitzak Rabin und dem israelischen Außenminister Shimon Peres den Friedensnobelpreis verliehen. Anlass waren die Vereinbarungen von Oslo, in denen Maßnahmen beschlossen wurden und Kooperation vereinbart wurde, um den Konflikt im Nahen Osten zu lösen. Darin verpflichtete sich Arafat zum Beispiel (unter vielem anderem) in einem zusätzlich von ihm verfassten Brief an den israelischen Ministerpräsidenten, ALLE Konfliktpunkte ausschließlich am Verhandlungstisch lösen zu wollen.
Inzwischen hat sich gezeigt und ist mehrfach belegt, dass Arafat nie daran dachte, diese Vereinbarungen einzuhalten und im Gegenteil von Anfang an die Etablierung der palästinensischen Autonomiebehörde und der palästinensischen Verwaltung nur haben wollte, um eine neue Basis und ein Sprungbrett für den Kampf gegen Israel zu gewinnen.
Als Folge davon bildeten sich im Zuge der sogenannten "Intifada II" oder "Al Aksa-Intifada" Gruppierungen, die eine Petition veröffentlichten, die fordert Arafat den Nobelpreis abzuerkennen.
Diese möchte ich hier kurz vorstellen. Außerdem gibt es inzwischen eine sehr deutliche Stellungnahme eines früheren Mitglieds des Nobelpreis-Komitees, die ich zuerst anführen möchte:
Israelnetz berichtet am 4.12.2001 unter der Überschrift:
Ex-Mitglied des Nobelpreiskomitees: Arafat hätte nicht den Friedenspreis erhalten dürfen
OSLO (inn) – PLO-Chef Yassir Arafat hätte den Friedensnobelpreis niemals erhalten dürfen - das sagte Kaare Kristiansen, ehemaliges Mitglied des
Nobelpreiskomitees am Dienstag vor Journalisten.
"Die Entwicklungen nach 1994 lassen keine Zweifel daran, dass Arafat den Preis nicht verdient hat. Er hat weder etwas zum Frieden beigetragen, noch
irgendetwas anderes getan, was den Preis rechtfertigt", so Kristiansen.
Da es nicht möglich ist, die Preisverleihung rueckgängig zu machen, schlug der ehemalige norwegische Kabinettminister dem Nobelpreiskomitee vor, öffentlich die Verleihung des Preises an den PLO-Chef zu bereuen.
Geir Lundestad, Direktor des Nobel-Institutes, lehnte dies jedoch ab. "Ich bin sicher, dass das Komitee Fehler gemacht hat, aber es wird niemals öffentlich sein Bedauern ausdrücken. Wir stehen zu den Preisträgern die wir ausgewählt haben", so Lundestad.
Kristiansen hatte das Nobelpreis-Komitee nach dreijähriger Mitgliedschaft aus Protest verlassen, als die fünf geheimen Mitglieder des Komitees Arafat für die Verleihung nominiert hatten.
Ähnlich berichtet der israelische Radiosender Arutz-7:
Ex-Nobelpreiskomitee-Mitglied fordert Bedauern
Kaare Kristiansen, der aus dem Nobelpreis-Komitee austrat, nachdem es den Preis 1994 an Yassir Arafat verlieh, ruft es nun auf, öffentlich seine Entscheidung zu verwerfen und zu bedauern. "Die derzeitige Gewalt im Nahen Osten, für die Arafat verantwortlich ist, belegt, dass es ein Fehler war, ihm den Preis zu verleihen", sagte Kristiansen. Der frühere Parlamentspräsident Norwegens und ehemalige Minister für Öl- und Energieversorgung Kristiansen ist auch ein führender Befürworter der Bemühungen, norwegische und andere LÄnder dazu zu bewegen ihre Botschaften in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen.
Eine Internetseite, die die Aberkennung des Friedensnobelpreises an Arafat per Petition fordert, ist:
Der Wortlaut der Startseite und damit der Petition:
Sieben Jahre sind vergangen, seit Yassir Arafat den Friedensnobelpreis erhielt und in dieser Zeit ist äußerst deutlich geworden, dass Herr Arafat weit davon entfernt ist, der Friedensmacher zu sein, von dem die Welt glaube, der er wäre. Israel machte Herrn Arafat in gutem Glauben ein faires Angebot für eine friedliche Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts; anstatt es anzunehmen oder einen Gegenvorschlag zu machen, antwortete Herr Arafat mit Gewalt. Seine ständige Zusage, einen Frieden der Mutigen erzielen zu wollen, hat sich als leeres Gerede erwiesen, das sein Versagen und seine fehlende Bereitschaft öffentlich gegen Organisationen Stellung zu nehmen, die Terrorakte verübten, Lügen strafen.
In Anbetracht dessen appellieren wir an alle Menschen von Moral und Redlichkeit, aufzustehen, ihren Zorn und ihre Enttäuschung über Herrn Arafat auszudrücken, indem sie zur Aberkennung seines Friedensnobelpreises aufrufen. Ihre Unterschrift wird - hoffentlich mit mehr als einer Million weiterer - an das norwegische Nobelpreis-Komitee mit unserer kollektiven Forderung weiter geleitet, dass sie Yassir Arafat den Friedensnobelpreise aberkennen.
Zur Begründung der Petition wird angeführt:
Seit einem Jahr haben die Gründer von RevokethePrizce.org ihre tiefe Frustration über die gegenwärtige Situation in Israel geteilt. Im Juni diesen Jahres (HE: 2001) beschlossen wir, dass es Zeit ist, etwas Konstruktives zu tun.
Mit unserem Bemühen hoffen wir, weltweit die Aufmerksamkeit auf Yassir Arafats beständiges Versagen zu lenken, seinen Verpflichtungen zur Zusammenarbeit mit Israel nachzukommen, um einen dauerhaften Frieden im Nahen Osten zu erzielen. Herr Arafat wurde der Friedensnobepreis aufgrund dieser Verpflichtungen verliehen, aber er ist nicht dafür zur Verantwortung gezogen worden, dass er sie nicht umsetzt. Wir hoffen, dass diese Bemühungen Herrn Arafat den Eindruck vermitteln wird, dass ihm fortwährend internationale Ehrungen vorenthalten werden, so lange er fort fährt, seine Versprechen zu missachten.
Die Aberkennung des Nobelpreises wäre nur eine symbolische Geste, aber wir glauben, dass sie eine echte Wirkung dahin gehend hat, dass Yassir Arafat versteht, dass die Welt mehr als bloße Worte von ihren Friedensmachern erwartet.
Eine weitere Aberkennungs-Seite ist http://www.deprizearafat.com.
Leider ist dort zur Zeit der Text der Petition nicht vorhanden.
Kölner Stadtanzeiger, 06. April 2002 (gemeldet auch in anderen Veröffentlichungen):
Preis für Peres bedauert
Mitglieder des norwegischen Nobekomitees bedauern nun, dass sie 1994 Israels Außenminister Shimon Peres mit dem Friedenspreis auszeichneten. "Ich wünsche, wir könnten den Preis zurückrufen", sagte Komiteemitglied Hanna Kvanmo in Oslo. Dies ist nach den Statuten des Nobelpreises nicht möglich. Peres hatte den Friedensnobelpreis gemeinsam mit dem später ermordeten Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin ud Palästinenserpräsident Arafat erhalten. "Damals fand ich, dass Peres den Preis am meisten verdiente", sagt Kvanmo. "Jetzt bin ich schrecklich enttäuscht." Es sei unbegreiflich, dass Peres die "Kriegspolitik" von Premierminister Sharon unterstütze. Dadurch mache er sich selbst der Kriegsverbrechen schuldig. Auch Odvar Nordli und Sissel Rönbeck, die gleichfalls dem Komitee 1994 angehörten, äußerten sich enttäuscht und gaben Isarel die Schuld an der brutalen Eskalation der Gewalt. Auf Arafat zielt die Kritik nicht. Er habe den Pres "in wesentlich höherem Grad verdient" und sich weitgehend richtig verhalten, sagte Kvanmo (gam)
Wenn die Verleihung des Friedensnobelpreises an die UNO und Kofi Annan im letzten Jahr nocht nicht deutlich dafür sprach, dass das Nobelpreiskomitee ziemlich abseits der Realität lebt, dann kann man diesen drei Komitee-Mitgliedern von 1994 nur bescheinigen, dass sie schwachsinnig geworden sind. Der Terrorist, der für tausende von MOrden verantwortlich zeichnen muss; der den Weg des Friedens nur verbal und auch das nur ausgewählten Speichelleckern gegenüber betrat, aber anso