Wollen die (Jerusalemer) Araber lieber Israelis sein oder Palästinenser?

 


Es wird immer als selbstverständlich vorausgesetzt, dass die Araber unter israelischer Herrschaft sich als Palästinenser verstehen und deshalb auch unbedingt unter palästinensischer Herrschaft leben wollen, nicht unter israelischer.
Yaacov Lozowick und Elder of Ziyon haben anderes festgestellt. Sie formulieren das noch eher vorsichtig. Und auch Lila hat in ihrem Blog Alltagserfahrungen geschildert, die zeigen, dass Araber in Israel in der Mehrheit wohl eher keine Fünfte Kolonne sind.

- Yaacov Lozowick: Ziehen die Palästinenser von Jerusalem es vor Israelis zu sein?
- Elder of Ziyon: Die Araber Jerusalems wären auch nicht begeistert über die Teilung der Stadt
- Lila/Letters from Rungholt: Gestrandet

 


Ziehen die Palästinenser von Jerusalem es vor Israelis zu sein?

Yaacov Lozowick, 13. Januar 2011

Original: Do the Palestinians of Jerusalem Prefer to be Israelis?

1949, als Israels Unabhängigkeitskrieg gerade erst gewonnen war, gab es rund 100.000 Araber unter seinen Staatsbürgern. Damals nannte fast niemand sie Palästinenser, nicht einmal sie sich selbst. Bis dahin waren Sie Untertanen des britischen Mandats. Jetzt waren sie Staatsbürger Israels und niemand wusste wirklich, was das bedeutete. Im Verlauf der nächsten 15 Jahre z.B. lebten viele von ihnen, anders als die jüdischen Bürger, unter Militärverwaltung. Gleichzeitig investierte der Staat Israel beträchtliche Gelder und Anstrengungen, um sicherzustellen, dass alle ihre Kinder zur Schule gingen, was vorher niemand gemacht hatte. (Ich habe darüber hier ein wenig geschrieben.) Das war eine komplizierte Geschichte mit vielen Grautönen.

Dann kam 1967 plötzlich ein neuer und unerwarteter Aspekt hinzu. Nach 19 Jahren fast totaler Trennung von den Arabern der Westbank, die bloß eine oder zwei Meilen entfernt wohnten, war die Trennung plötzlich vorbei. Es gab keine Grenzen zwischen Bartaa und Diab, Bakaa und Bakka el-Sharkiya, Jaat und Zeita, Taibe und Far’un, ganz zu schweigen von Beit Safafa und Beit Safafa. Und doch war die Trennung nicht wirklich weg. Zu jedermanns Überraschung hatten 19 Jahre Israelis zu sein und 19 Jahre Jordanier zu sein eine tiefe Kluft geschaffen und jeder sah sie. (Direkt am Gazastreifen gab es keine israelisch-arabischen Dörfer.)

Ich bin kein Gelehrte zu dieser Frage, aber mein Eindruck ist der, dass während des Verlaufs der Zeit die israelische Besatzung der Westbank sich in Jahre und Jahrzehnte verlängerte einige der Unterscheidungsmerkmale verwischt wurden. Viele aber nicht. Als Israel dann 2002 begann die Sperre zu bauen, schwand auch die Verwischung. Da war der berühmte Fall des Bürgermeisters von Um El-Fahm, der größten arabischen Stadt entlang der Grünen Linie, der öffentlich erleichtert durchatmete, als der Zaun entlang seiner Stadt entstand: Endlich werden die israelischen Juden wissen, dass wir nicht in der Westbank sind und sie werden am Wochenende in unsere Geschäfte und Restaurants zurückkehren; wir werden in der Lage sein das Projekt der Integration nach Israel fortzuführen, ohne die Verwechslung mit den Leuten der Westbank (gut 3 km südlich von seiner Stadt).

Eine der umstrittensten Äußerungen, die Avigdor Lieberman immer wieder macht, besteht in der Erklärung, dass, wenn die Zeit für zwei Staaten tatsächlich endlich kommt, Israel darauf bestehen muss, dass all diese von mir erwähnten arabischen Städte als palästinensisch definiert werden müssen, nicht als israelisch, da ihre Bewohner ethnisch Palästinenser sind und in Palästina leben sollten. Nichts lässt sie wütender werden.

Das ist der Hintergrund für diese Story über die Stadt A-Taibeh, Heimat des Zuabi-Clans und ihrer berühmtesten Tochter, der Knesset-Abgeordneten Hanin Zuabi, die wahrscheinlich die lautstärkste der antiisraelischen Stimmen der palästinensischen Abgeordneten ist. Offensichtlich wird sie in ihrer Heimatstadt überhaupt nicht geschätzt, in der jedermann den Prozess Israelis zu werden, dieJuden nicht zu verärgern, voranbringen will. Die Story widerspricht allem das man erwarten würde, sollte es aber nicht. Gehen Sie heutzutage durch Galiläa und Sie finden dort auf vielen Ebenen viele Zeichen, dass die örtlichen Araber sich ethnisch als Palästinenser identifizieren (was sie vielleicht auch nicht tun), doch es ist ihnen sehr ernst damit Israelis zu sein. Und ihre jüdischen Nachbarn, rabiate Rabbiner oder keine rabiaten Rabbiner, erwidern das zum größten Teil. Wir sind zwar noch nicht in Utopia angekommen und werden das eine Weile lang auch nicht schaffen, aber der Verlauf ist positiv. (Darüber habe ich z.B. hier geschrieben.)

Dann gibt es da den Fall von Beit Safafa. Dieses kleine arabische Dorf südlich von Jerusalem wurde 1949 durch die Grüne Linie geteilt. Die nördliche Hälfte des Dorfes lag in Israel und wurde Teil Jerusalems. Die südliche Hälfte lag in Jordanien. Dann, 1967, wurde die südliche Hälfte ebenfalls nach Jerusalem und Israel eingegliedert, so wie es mit Diab, Bakaa el-Sharkiya und Zeita nicht geschah. Ein palästinensischer Freund besteht darauf, dass als Ergebnis jetzt das gesamte Viertel das israelischste aller Ostjerusalemer Viertel ist. 43 Jahre Teil Israels zu sein hat das von diesen 19 Jahren nicht in Israel zu sein geschaffene Kluft ausgelöscht.

Die entscheidende Frage ist, ob dasselbe im Rest Ostjerusalems geschehen würde. Was geschieht mit den Palästinensern, die 35 Jahre mit den Rechten und Nutzen verbrachten Israelis zu sein und dann 2003/4 physisch von der Westbank abgetrennt wurden? Denn das geschieht in Ostjerusalem. Die 270.000 Palästinenser sind von der Westbank auf der Ebene des Alltagslebens abgeschnitten (wenn ihnen auch erlaubt ist nach Gutdünken dorthin zu reisen). Sie haben israelische Freiheiten, israelische Gesundheitsversorgung, israelische soziale Absicherung. Wirtschaftlich befinden sie sich eher am unteren Ende des israelischen Lebensstandards (außer denjenigen, denen es gut geht), aber der ist beträchtlich besser als der in der Westbank und die Möglichkeiten der Verbesserung sind signifikant. Sie können überall innerhalb Israels leben, sollten sie sich dazu entscheiden. Diese praktische Abtrennung von der Westbank ist rund 60 Jahre alt. Wie lange wird es dauern, dasselbe Ergebnis zu erzielen, wie die 19-jährige Trennung damals von 1948 bis 1967?

Die gestern vorgelegte Pechter-Umfrage legt nahe, dass der Prozess bereits gut vorangekommen ist. Eine Mehrheit der Palästinenser Ostjerusalems will Israeli bleiben. Haaretz fasst die Ergebnisse hier zusammen. Der vollständige Bericht ist hier und eine darauf basierende Präsentation befindet sich hier. Und beachten Sie – da der Bericht selbst das nicht tut – dass die Zahlen derer, die es vorziehen in Israel zu bleiben, noch höher liegen als die genannten, da die Viertel Schuafat und Kfar Akeb nicht wirklich zählen, denn sie befinden sich außerhalb der Barriere und nicht wirklich in Jerusalem. Kfar Akeb ist in der Praxis einfach das südlichste Viertel von Ramallah.

Ich spekuliere: Was geschieht, wenn irgendwann in der näheren Zukunft – sagen wir in zehn Jahren, was in der Geschichte Jerusalems gerade mal ein Herzschlag ist – eine klare Mehrheit der Araber Jerusalems aktiv Israelis bleiben wollen und es, wie die Araber von A-Taibeh, ablehnen die Möglichkeit in Betracht zu ziehen Staatsbürger Palästinas zu werden? Was dann? Fragt sie irgendwer nach ihrer Meinung oder besteht der Rest der Welt darauf, dass Frieden nur zu haben ist, indem Jerusalem geteilt wird? Ich frage, weil wir, so weit ich sehen kann, ziemlich weit auf dem Weg in diese Situation gekommen sind und ihr ständig näher kommen.
 


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Die Araber Jerusalems wären auch nicht begeistert über die Teilung der Stadt

Elder of Ziyon, 12. Januar 2011

Original: Jerusalem Arabs wouldn't be thrilled about dividing the city either

Von Jackson Diehl in der Washington Post:

Eine der gegebenen Annahmen zum Nahost-Friedensprozess ist, dass die Palästinenser ganz begierig darauf sind frei von der Herrschaft Israel zu sein und in einem eigenen Staat zu leben. Das ist der Grund, dass eine neue Umfrage unter den Arabern Ostjerusalems so verblüfft: Sie zeigt, dass mehr als die Hälfte dieser Leute es in der Tat vorziehen Bürger Israels zu sein statt Bürger eines Palästinenserstaates.

Die im November durchgeführte Umfrage dürfte für palästinensische politische Führer peinlich sein, die in letzter Zeit darauf bestanden, dass Israel aufhören sollte Siedlungen in der östlichen Hälfte Jerusalems auszubauen – praktisch wird jeder Anspruch daran aufgegeben – und zwar als Vorbedingung für die Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen. Diese Woche veranlasste der Abriss eines Hotels in einem arabischen Viertel zur Vorbereitung des Baus jüdischer Wohnungen erneute Kritik von Außenministerin Hillary Rodham Clinton, während ein durchgesickertes Memo von EU-Diplomaten in der Stadt vorschlug, dass die EU-Regierungen Ostjerusalem als Hauptstadt eines zukünftigen Palästinenserstaats anerkennen.

Die ungelegene Tatsache besteht darin, dass die 270.000 Araber, die in Ostjerusalem leben, nicht allzu begeistert davon sein dürften sich Palästina anzuschließen. Die vom ehemaligen Nahostkundler des Außenministeriums, David Pollock, durchgeführte Umfrage stellte fest, dass nur 30 Prozent sagten, sie würden es vorziehen bei einer Zweistaatenlösung Staatsbürger Palästinas zu sein, während 35 Prozent sagten, sie würden sich für die israelische Staatsbürgerschaft entscheiden. (Der Rest sagte, sie wüssten es nicht oder lehnten es ab zu antworten.) Vierzig Prozent sagten, sie würden in Betracht ziehen in ein anderes Viertel zu ziehen, um Staatsbürger Israels zu werden, statt Palästinas; 54 Prozent sagte, wenn ihr Viertel Israel zugeschlagen würde, würden sie nicht nach Palästina ziehen.

Die Gründe für diese Haltungen sind recht verständlich und zwar deutlich. Die Araber sagen, sie zögen die Arbeitsplätze, Schulen, das Gesundheitssystem und Sozialleistungen Israels denen eines Palästinenserstaates vor – und ihr Nationalismus ist nicht stark genug, um diese Vorteile beiseite zu schieben, um in einem arabischen Land zu leben. Die Ostjerusalemer lieben Israel nicht sonderlich – sie sagen, sie litten unter Diskriminierung. Aber sie scheinen zu lieben, was es zu bieten hat. Es fällt auf, dass 56 Prozent sagten, sie würden sich mindestens einmal die Woche innerhalb bewegen; 60 Prozent sagten, sie Zugang zu den Stränden des Mittelmeeres sei ihnen „sehr wichtig“ oder „etwas wichtig“.

„Es gibt eine ziemlich klare Diskrepanz zwischen den Einstellungen der Menschen und der Annahme, dass palästinensische Viertel Teil Palästinas sein sollten“, sagte Pollock,dessen Arbeit von Pechter Middle East Polls und dem Rat für Auslandsbeziehungen gesponsert wurde. „Das ist nicht tatsächlich das, was die Menschen wollen.“

Eine Frage an diejenigen, die glauben die Wünsche der Juden seien nicht so wichtig wie die verschwindend geringe Chance auf Frieden, die eine Teilung Jerusalems angeblich bietet: Was ist mit den Wünschen der Araber Jerusalems?
 


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Gestrandet

Lila, 14. Januar 2011

Original

Gestern auf dem Heimweg ging uns auf einmal ohne Vorwarnung ein Reifen kaputt. Gut, daß wir gerade relativ langsam fuhren. Aber um uns war heftigster Berufsverkehr und es war dunkel – keine angenehme Situation. Wir mußten den Pannendienst anrufen und uns auf eine Wartezeit gefaßt machen. Quarta war allein zuhause, denn Tertia war mit ihren Freundinnen ins Kino gegangen, und jammerte am Telefon, daß sie Hunger hat und nicht gern allein ist. Aber wir konnten ihr nicht helfen. Ich fragte Quarta, „wie will Tertia denn nach Hause kommen?“, und Quarta meinte, „mit dem Taxi“. Gut so, denn wir hätten sie nicht abholen können.

Der Telefonfritze vom Pannendienst hatte den Abschleppwagen statt zur Kreuzung Yavor, wo wir festsaßen, zur Kreuzung Yagur geschickt – wir hatten gleich gemerkt, daß er sich im Norden absolut nicht auskannte. Es dauerte also noch länger, bis der Mann mit dem Abschleppwagen endlich kam, dafür war er aber sehr nett und lustig. Er verlud das Auto, aber er hatte nur Platz für zwei Leute. Einer von uns mußte also zu Fuß zur Tankstelle laufen und sich von dort ein Taxi bestellen.

Wir zankten eine Weile hin und her, wer dieser Jemand sein sollte, bis Primus sich durchsetzte. Er ging zu Fuß los, wir kletterten in die Fahrerkabine. Der Fahrer zeigte mir auf seinem Handy Bilder aller Wracks, die er in der letzten Woche abschleppen mußte – darunter ziemlich gräßliche Bilder. Er erklärte mir auch, wie er mithilfe von Ketten auf dem Dach liegende Autos umdreht, und klagte über seine Arbeitsbedingungen, und wie viele Unfälle es im Norden gibt. Ich war innerlich unruhig wegen Primus – warum habe ich den Jungen auch gehen lassen, wäre ich doch mal lieber zurückgeblieben! Eine fürwahr vergnügliche Fahrt.

Y. hatte sich überlegt, eine „pantcheria“ (vom Wort puncture für Panne) in Kfar Yassif ist die beste Lösung – in der Hoffnung, daß die noch offen haben, uns sofort das Rad wechseln können und wir dann nach Hause fahren können. Der Fahrer brachte uns also zu so einer Pannenwerkstatt an der Hauptstraße, die uns schon oft ins Auge gestochen war – „König der Reifen und Räder“. Da war aber schon zu, denn es war inzwischen schon spät. Der Besitzer meinte am Telefon, wir können den Wagen vor seiner Werkstatt parken und morgen früh wiederkommen.

Und nun standen wir mitten in Kfar Yassif, mein normaler Taxidienst in Nahariya wollte kein Taxi schicken (war ihm zu weit) und mein liebster Taxifahrer, der junge Druse mit der kecken Kappe, hat den Job an den Nagel gehängt, aber gab mir die Nummer von seinem Onkel, der ebenfalls Taxifahrer ist. Primus war inzwischen bis Achihud gelangt. Ich hatte ihm streng verboten zu trampen (Soldaten dürfen das sowieso nicht), aber während er die Straße langging, hielt neben ihm ein Taxi mit einem religiösen Fahrer. Der sagte zu ihm: du bist Soldat, das seh ich sofort. Komm mit, ich bringe dich soweit es geht. Der Taxifahrer wollte kein Geld von ihm, er nahm ihn mit bis Achihud, und ich schickte ihm den Taxifahrer-Onkel. Aber war das nicht nett von dem fremden Taxifahrer?

Wir waren in Kfar Yassif gestrandet, aber ich wollte immer schon Roys libanesische Pizzeria ausprobieren. Ich würde am liebsten ja mal das Schild vor seinem Laden fotografieren, da sind nämlich die libanesische und die israelische Flagge nebeneinander abgebildet. Wir waren inzwischen so hungrig wie Quarta. Während unsere Pizzen in den Ofen gingen, fragte ich den Besitzer, ob er uns ein Taxi empfehlen kann. Er war sofort am Telefon und rief seinen Neffen an, der ein Taxiunternehmen hat.

Die Räume des Restaurants waren ebenfalls mit großen israelischen und libanesischen Flaggen dekoriert, außerdem mit Bildern von Mahlzeiten und deren Namen in englischer, hebräischer und arabischer Schrift. Ich amüsierte mich über ein Bild von Fritten – hebräisch chips, aber auf dem Bild stand sheeps. Im Fernsehen lief der arabischsprachige Sender des israelischen Fernsehens, mit dem Menorah-Logo. In Nullkommanichts war das Taxi da und die Pizzen waren auch fertig. Der Besitzer geleitete uns noch nach draußen und wartete, bis wir sicher im Taxi saßen. Auch er war außergewöhnlich nett.

Es war schon richtig spät, als wir schließlich alle zusammen im Wohnzimmer saßen und über Roys libanesische Pizzen herfielen. In drei Taxis kamen wir an, fast gleichzeitig – Tertia aus Nahariya, Primus aus Achihud und wir aus Kfar Yassif. Quarta hatte auf uns gewartet und war auf der Couch eingeschlafen, alle Katzen um sie herum drapiert.

Heute früh fuhr Y. wieder nach Kfar Yassif, zum „König der Reifen und Räder“. Der König war ein netter Mann, der Y. erstmal zum Kaffee einlud. Dann untersuchte er das Rad, das sich vollkommen verzogen hatte – wir hatten uns schon gefragt, wie auf einmal mitten in der Fahrt der Reifen kaputtgeht und das Rad so großen Schaden nimmt, oder daß wir etwas gemerkt haben. Vermutlich sind wir über eine Schraube gefahren, denn im Reifen war ein großes rundes Loch. Wir haben echtes Glück gehabt. Jetzt ist das Auto wieder in Ordnung, und ich bin sehr erleichtert und dankbar, daß es so glimpflich abgegangen ist.

Und ich sinne darüber nach, wer uns gestern schnell und freundlich geholfen hat – ein religiöser Taxifahrer und eine ganze Menge freundlicher Araber.

Es fällt mir immer wieder auf, wie außergewöhnlich nett und höflich die Araber hier in Galiläa sind. Von Feindseligkeit wirklich nicht die geringste Spur. Sie scheinen auch keine Probleme damit zu haben, Bürger des Staats Israel zu sein. In arabischen Restaurants hängt die israelische Flagge, und in unserem libanesischen Lieblingsrestaurant in Shlomi, von Exil-Libanesen geführt, bezahlen Soldaten in Uniform nur die Hälfte. Es ist also möglich, daß Araber zufrieden und selbstbewußt im jüdischen Staat leben, und ich kann gar nicht ausdrücken, wie viel Hoffnung mir das macht.
 


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Übersetzung aus dem Englischen: H.Eiteneier