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Hal Lindsey 17.04.2002 |
Kann die ganze Welt sich irren?
(Original: The whole world can't be wrong) |
In Jenin ist der Kampf erst einmal vorbei und Israel hat das Gebiet für das Weltpressekorps geöffnet. Aus den Kampfzonen ausgeschlossen zu sein, hat die Medien wütend gemacht; sie lehnten Israels Erklärung ab, dass das zu ihrem eigenen Schutz geschah. Israel sagte, große Teile Jenins sei mit Sprengfallen versehen worden. Zusätzlich fürchtete es, dass palästinensische Kämpfer einige der bekannten Medienvertreter entführen könnten.
Ein Bild von Peter Jennings mit einem Messer an der Kehle würde, wer auch immer es in der Hand halten würde, einen mächtige Hebel bieten. Das ist etwas, das die israelischen Militärs nun wirklich nicht brauchen konnten.
Aber Israel erkannte auch den hohen Preis, den es zahlen würde, wenn die Medien eine Chance bekämen zurück zu schlagen.
Doch selbst Israel war nicht wirklich auf die Heftigkeit eines missachteten Pressekorps vorbereitet. Während der Offensive berichteten die Nachrichtenagenturen Wort für Wort palästinensische Darstellungen israelischer Gräueltaten. Die Sprecher erinnerten die Zuschauer oft daran, dass Israel die Kampfzone sperrte und deuteten an, diese Schließung solle Israel zur Vertuschung dieser behaupteten Gräueltaten dienen.
Jetzt ist die Zeit der Medien, es den Israelis heimzuzahlen.
Die London Times brachte eine "Nachrichten"-Story mit dem Titel "Im Lager der Toten". Die Schlagzeile war nur der Anfang. Die Autorin der Kolumne, Janine di Giovanni, bot ihre objektive Beobachtung an:
"Die Flüchtlinge, die ich in den letzten Tagen interviewte, als ich versuchte, in das Lager zu gelangen, logen nicht. Wenn überhaupt, dann untertrieben sie das Gemetzel und den Horror. Selten habe ich in einem Jahrzehnt von Kriegsberichten aus Bosnien, Tschetschenien, Sierra Leone, Kosovo derart vorsätzliche Zerstörung, solch fehlenden Respekt für menschliches Leben gesehen."
Wenn man genau liest, dann gibt die Autorin zu, dass jeder, den sie sah, entweder ein bewaffneter Kämpfer war oder ein Mann zwischen 20 und 30.
Sie berichtet, dass Israeli sage und schreibe 30 Menschen massakriert und in einem Massengrab beerdigt habe, das von einem Panzer festgestampft wurde. Sie sieht keine Leichen, sondern berichtet Aussagen als Fakten.
Sie schreibt: "Aber die Hunderte, von denen angenommen wird, dass sie tot sind, waren nicht alle Kämpfer. Unter dem Schutt begraben sind die Leichen von Frauen und Kindern, deren Häuser über ihnen zusammenbrachen."
Aber sie sieht keine Frauen und Kinder oder erwähnt jemanden, der andere Leichen als die der Kämpfer gesehen hat. Sie erinnert sich an zwei männliche Leichen in den Ruinen eines Gebäudes. Die restlichen sind alle bewaffnet und eindeutig Kombattanten.
Auf den Punkt gebracht ist ihre Beschreibung - ohne den journalistischen Flair versehen - die eines Schlachtfeldes nach einem schweren Kampf.
Aber die hinzugefügte Übertreibung mit dem Effekt, dass sie niemals "eine derart vorsätzliche Zerstörung, solch fehlenden Respekt für menschliches Leben" in einem Jahrzehnt Kriegsberichterstattung aus Bosnien, Tschetschenien, Sierra Leone und dem Kosovo gesehen habe, vernichtet jeden Anspruch auf Objektivität.
Der Rest ist gefüllt mit redaktionellem Kommentar und unbelegten Gerüchten, die sich als objektive Nachrichten maskieren.
Die Palästinenser sagen, Israel tötete bis zu 500 Menschen. Israel schätzt die Zahl der Toten zwischen 100 und 150.
Die Nachrichtenagenturen haben insgesamt weniger als 50 Leichen zählen können, berichten aber die weitaus größeren palästinensischen zahlen als Tatsachen und stellen die viel niedrigeren israelischen Gegendarstellungen als zweifelhaft dar.
Ein weiterer Bericht in der BBC ist gleich einseitig. In dem Bericht vom 15. April "haben Palästinenser behauptet, dass ein Massaker während der Schlacht im Lager stattgefunden habe; sie sagten, die Armee habe begonnen die Opfer zu beerdigen, um Beweise zu verbergen. Die Vorwürfe haben internationale Verurteilungen verursacht."
Es wurden keinerlei Fakten erwähnt. Lediglich die Vorwürfe, die "internationale Verurteilungen verursachten". Die Hölle kann nicht so wüten wie ein missachtetes Pressekorps.
Als er vom UN-Sicherheitsrat verlangte, dass Maßnahmen gegen Israel ergriffen würden, fragte UN-Generalsekretär Kofi Annan rhetorisch: "Kann sich die ganze Welt irren?"
Die UNO verabschiedete anschließend eine Resolution, die Israel "grobe Verletzungen" des internationalen Rechts vorwarf, womit sie die offensichtliche "Wahrheit" unterstrich, dass die ganze Welt sicherlich irren kann.
Vielleicht haben die Palästinenser Recht. Vielleicht beging Israel ein Massaker. Vielleicht sind hunderte Leichen unter dem Schutt vergraben. Und wenn das wahr ist, werden die Beweise gefunden werden.
Israel lebt unter einem Mikroskop. Ein Massaker dieses Ausmaßes und des von den Palästinensern und der britischen Presse behaupteten Ausmaßes kann nicht verborgen bleiben; besonders, da die vorgeworfenen Beerdigung auf Land statt gefunden hatte, das von den Palästinensern kontrolliert wird.
Wenn es passiert sein sollte, werden wir es wissen. Aber die, die die britische Presse lesen, interessiert das nicht. Wenn Beweise gefunden werden, wird das die Vorwürfe des "London Independent" bestätigen, als er berichtete: "Ein monströses Kriegsverbrechen, das Israel seit zwei Wochen zu vertuschen sucht, ist endlich offenbart worden."
Egal wie, Israel befindet sich einer verrückt machend familiären Falle. Wenn keine Beweise für Kriegsverbrechen gefunden werden, wird das die Behauptungen einer israelischen Vertuschung "beweisen".
Die UNO akzeptiert bereits die Behauptung israelischer Gräueltaten als absolute Wahrheit, ohne sich um die fehlenden Beweise für die Vorwürfe zu kümmern - wie sie auch die Vorwürfe des Terrorismus gegen Yassir Arafat ignoriert, trotz der Berge von dokumentarischen Beweisen, die die Israelis gefunden und veröffentlicht haben und die Arafats Unterschrift tragen. Die ganze Welt kann sich nicht irren.
© WorldNetDaily.com, Inc. 2002
Übersetzung aus dem Englischen: H.Eiteneier
nai-Forum Politik, 19.04.2002
Beitrag von "shloma" (berthshalom@aol.com)
Kann sich die ganze Welt irren?
Die ganze Welt verurteilt Israel. Und was gibt es noch Neues?
von Sara Levinsky Rigler
Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, wiederholte in Madrid am 8. April 2002 seine Forderung, Israel solle sofort seinen Feldzug gegen den Terrorismus beenden. Den Widerstand gegen Israel, angeführt von China über Europa bis zu den Vereinigten Staaten erklärte Herr Annan mit den Worten:
"Kann sich die ganze Welt irren?"
So ist das, wenn wir Juden beteiligt sind. Vor ca. 3800 Jahren betete die ganze Welt verschiedene Mächte an, verkörpert durch unterschiedliche Götter. Ein einziger Mensch, sein Name war Abraham, behauptete, dass alle Existenz von einem, unsichtbaren, nicht körperlichen Gott ausgeht. Abraham wurde als "ivri" bezeichnet, d.h. er kam von der "anderen Seite". Während diese Bezeichnung einen geografischen Ursprung gehabt haben mag (er kam von der anderen Seite des Flusses Euphrat), versteht die jüdische Tradition die "andere Seite" im Sinne einer entgegengesetzten Position: Während die ganze Welt am Polytheismus festhielt, bestand Abraham auf der Wahrheit des Monotheismus.
"Kann sich die ganze Welt irren?"
[Einschub HE: Über die Sterne hat das Alte Testament gesagt, niemand könne sie zählen. Jeder babylonische und sonstige Astronom hätte das für verrückt erklärt: "Natürlich kann man die Sterne zählen, es sind 3000!" Abgesehen davon, dass das nur die nördliche Hemisphäre betraf, weiß man heute, dass man die Sterne nicht zählen kann, weil es sich um eine Anzahl handelt, die nur noch mathematisch mit Zehnerpotenzen beschreiben kann - vorstellen kann man sich das nicht mehr!
Kann sich die ganze Welt irren?]
Im 4. Jahrhundert v. Chr. erstreckte sich das griechische Reich von Mazedonien bis Indien - die gesamte "zivilisierte" Welt. Mit der Dominanz der griechischen Politik kam auch die Vormachtstellung der griechischen Kultur und Philosophie. Die ganze Welt akzeptierte das griechische Weltbild mit dem Menschen als Mittelpunkt und der physikalischen Welt als Endrealität. Eine kleine Gruppe Juden, bekannt als die Makkabäer, weigerte sich, sich unterzuordnen. Sie bestanden darauf, dass Gott der Ursprung und die Torah das Ziel des Lebens ist.
"Kann sich die ganze Welt irren?"
In der antiken Welt, auch in den fortschrittlichen Zivilisationen der Griechen und Römer, war Kindesmord allgemeine Praxis. Neugeborene, die unerwünscht waren, weil sie schwach oder behindert oder Mädchen waren, wurden von ihren Eltern getötet oder zum Sterben ausgesetzt. Die Juden bestanden darauf, dass jedes Leben heilig ist und verurteilten Kindestötung als Mord.
"Kann sich die ganze Welt irren?"
Mitleid mit Armen und Gebrechlichen, verankert in den Geboten der Torah, wurde vom antiken Griechenland bis zum modernen Nazi-Deutschland von der Gesellschaft als Schwäche verachtet.
"Kann sich die ganze Welt irren?"
Von 1939 - 1945 behauptete die ganze Welt, dass die Einwanderungsquoten es unmöglich machten, vor den Nazis fliehende Juden aufzunehmen. Sogar Präsident Roosevelt ein "Freund der Juden" weigerte sich die Bombardierung der Eisenbahnlinie nach Auschwitz zu befehlen, was 400 000 Juden aus Ungarn gerettet haben würde.
"Kann sich die ganze Welt irren?"
April 2002 : Nach einer Serie von Selbstmordattentaten, bei denen innerhalb eines einzigen Monats 127 israelische Zivilisten (auch Säuglinge und ganze Familien) getötet wurden, startet die israelische Regierung einen Feldzug gegen den Terrorismus und seine Infrastruktur. Die israelischen Streitkräfte heben eine Menge Bombenfabriken mit fertig präparierten Sprengstoffgürteln und großen Lagern mit illegaler Munition und Raketen aus. Die ganze Welt betont, dass Israel kein Recht hat sich selbst zu verteidigen.
"Kann sich die ganze Welt irren?"
So ist das, wenn wir Juden beteiligt sind.
(Das ist die Übersetzung eines Artikels aus www.aish.com )