Sixty Minutes liegt falsch

Von William Sutter

[Dieser Text wurde von William Sutter als Brief verschiedenen Freunden zugesandt. Ich habe ihn über eine Mailing-Liste erhalten und bekam von The Friends of Israel Gospel Ministry Inc., Bellmawr, NJ die Erlaubnis, ihn zu übersetzen und auf meine Homepage zu stellen.]

Gibt’s sonst noch was Neues? Wir können es immer und immer wieder sagen. Aber egal, wie oft wir es tun, immer wird jemand anderes sagen: „Evangelikale Christen lieben das jüdische Volk nicht wirklich. Sie lieben uns als Figuren in ihrer Geschichte.“

So sagte es Gershom Gorenberg kürzlich in einem Beitrag in „60 Minutes“, der als „Christen, die Israel unterstützen“ gesendet wurde – in der CBS-Version. Unsere Version als Evangelikale, die Israel unterstützen, ist aber deutlich anders.

Also sagen wir es einmal mehr und tun es gerne. Im Gegensatz zu den klaren Implikationen des Berichts von „60 Minutes“ ist unsere Unterstützung Israels bedingungslos und nicht an andere Motive gebunden.

Wir unterstützen Israel nicht, weil wir glauben, dass dies zum ultimativen Triumph des Christentums führen wird. Diese Erklärung ist falsch, praktisch wie theologisch. Die Bibel sagt nicht: „In jenen Tagen werden zehn JUDEN sich an einen Christen hängen und sagen: ‚Wir wollen mit dir gehen; denn wir haben gehört, dass Gott mit dir ist.’“ Sie sagt: „In jenen Tagen, da werden zehn Männer aus Nationen mit ganz verschiedenen Sprachen zugreifen, ja, sie werden den Rockzipfel eines jüdischen Mannes ergreifen und sagen: Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist.“ (Sacharja 8,23 – Scofield-Übersetzung)

Für uns als christliche Zionisten wurzelt unsere Unterstützung Israels in den Versprechen, die Gott dem jüdischen Volk durch Abraham gab und dann durch die jüdischen Propheten wiederholte. Diese Versprechen sind immerwährend und unwiderruflich. Darüber hinaus sind sie Grundlage unserer evangelikalen Theologie und wesentlich für die wörtliche, grammatische und historische Interpretation aller (biblischen) Schrift.

Wir glauben auch nicht, dass wir durch die Unterstützung Israels irgendwie die Rückkehr Christi herbei führen können. Die Bibel lehrt, dass Er kommen wird, wenn Er kommen wird und wir bis dahin ein Gott gefälliges Leben führen sollen.

Wir glauben aber, dass Gott, wenn Er sagt, dass Er etwas tun wird, Er das immer zu Ende bringt. In einem Versprechen, das er Abraham gab, dann Isaak und Jakob, sagte Gott: „Ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen.“ (1. Mose 12,3) Wie könnten wird dann von Gott erwarten, dass er Amerika segnet, wenn wir Israel und das jüdische Volk im Stich lassen? Wenn Gott uns unter diesen Umständen weiter segnen würde, wäre Er ein Lügner. Ich denke, nicht einmal CBS würde es wagen Gott einen Lügner zu nennen.

Ich nehme großen Anstoß an dem Schluss, dass die wachsende Freundschaft zwischen evangelikalen Christen und der jüdischen Gemeinschaft andeutet, dass wir uns gegen Muslime „zusammenrotten“. Überall in der Welt foltern Muslime Christen und schlachten sie in unglaublicher Anzahl ab. Der radikale Islam schürt Antisemitismus in der ganzen Welt, auch an amerikanischen Universitäten; und sie beten in ihren Moscheen für die Vernichtung der „Ungläubigen“. Sie haben Israel, Amerika, dem Christentum und dem Judentum den Jihad (Heiligen Krieg) erklärt und kommen ihren Drohungen nach. Wer rottet sich hier gegen wen zusammen?

Letztlich ist die große Frage der zukünftigen Ereignisse der Endzeit nichts als die Geschichte der jüdischen Nation: Gottes großartige Bewahrung Seines Volkes angesichts derer, die zu seiner Vernichtung entschlossen sind. Wir glauben, dass der Messias auf wunderbare Weise eingreifen wird, um es zu erlösen und zu erhalten; und es wird im Gegenzug die gesamte Welt in Seinen Lobpreis führen (Sacharja 8,20-23).

Unsere Gegenerschaft zu Antisemitismus und unsere Liebe zu den Kindern Israels entstammen aus unserer Liebe zur Bibel – Gottes Wort. Hier sagt Gott Seinem alten Volk: „Ja, mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt.“ (Jeremia 31,3) Und das sollte jedem genügen.

William E. Sutter ist geschäftsführender Direktor von „The Friends of Israel“, einer evangelikalen, christlichen Organisation mit Sitz in New Jersey.

Übersetzung aus dem Englischen: H.Eiteneier