Thema:

Friedensprozess in weiter Ferne

Datum:

08.01.2006 16:28:59 Westeuropäische Normalzeit

Von:

nicht_mit_uns@yahoo.de

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An:

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redaktionsleitung@nicht-mit-uns.com

 

Sehr geehrter Herr Schächter,

 

da Sie als Intendant auch für das Programm Phönix verantwortlich sind, wenden wir uns nun wiederholt an Sie.

 Auf der Webseite oben genannten Senders mussten wir heute folgendes über Ariel Scharon lesen: Friedensprozess in weiter Ferne ( http://www.phoenix.de/ariel_sharon/56179.htm )

Wir zitieren: „Im Herbst 2000 marschiert Sharon im vollen Bewusstsein der sensiblen Situation mit massivem Polizeiaufgebot zur Al-Aksa-Moschee. Die Reaktion der Palästinenser ist vorhersehbar: Die zweite Intifada (Aufstand der Palästinenser) beginnt und damit eine Welle von palästinensischen Selbstmordattentaten und israelischen Vergeltungsaktionen. Seither wurden mehr als 2.000 Palästinenser und 1.000 Israelis getötet.“

 

Mittlerweile sind wir es leid, immer und immer wieder auf verbreitete Unwahrheiten in Bezug auf den Besuch des Tempelberges von Mr. Scharon zu reagieren!

Die Untersuchungen der Mitchell-Kommission ergaben eine eindeutige Schuldlosigkeit von Premierminister Ariel Sharon für den Ausbruch der Al-Aksa-Intifada. Der Besuch war zuvor mit der palästinensischen Seite abgesprochen worden und es hieß von dort, dieser sei „kein Problem“, solange Herr Sharon sich von der Al-Aksa-Moschee fern halte. Und dies hat er ja im Gegensatz zu Tausenden von „ungläubigen“ Touristen, die bis dato tgl. die Moschee stürmten, auch getan. Herr Sharon betrat nur den Tempelplatz.

Selbst Marwan Barghouti hat in der Öffentlichkeit erklärt, dass er verantwortlich ist und Arafat die Intifada längst Monate vorher bis ins kleinste Detail geplant und vorbereitet hat. Der Besuch von Mr. Scharon wurde ganz gezielt missbraucht, um der Welt wieder einmal vorzugaukeln, dass Israel der Aggressor und Provokateur ist.

Dies wurde auch von anderen führenden Palästinensern bestätigt.

 

Dürfen wir Sie an den journalistischen Ehrenkodex erinnern, in dem ganz klar definiert wird:

„Journalismus heißt Verantwortung tragen, und zwar gegenüber der Öffentlichkeit, dem betreffenden Medium und dem eigenen Gewissen. Demnach sind Gewissenhaftigkeit und Korrektheit in Recherche und Bericht oberste Verpflichtung des Journalisten. Dies gilt auch für die Beschaffung von Nachrichten, Bildern und sonstigem Informationsmaterial.“ ( Quelle: http://journalisten.mediaweb.at/recht/rat_ehrenkodex.html )

 

Wir hoffen sehr, dass dies die letzte Intervention betreffs dieses Themas unsererseits sein wird.  

 

 Mit freundlichen Grüßen, um Stellungnahme bittend,

German Media Watch

Redaktionsleitung

 

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